Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld machte von Beginn an klar, wem der Erfolg zu verdanken ist. Normalerweise erreichten ihn tagtäglich Beschwerde-Mails, erzählte er - in den zehn Tagen Hessentag sei das ganz anders gewesen: keine einzige kritische Rückmeldung, dafür Dank von Hunderten Menschen. "Das liegt nicht am Oberbürgermeister und auch nicht am Bürgermeister", sagte Wingenfeld unter Applaus. "Das liegt an Ihnen als Ehrenamtliche, als Engagierte, die uns dieses Fest in Fulda beschenkt haben."


Foto: Hendrik Urbin




Abschied vom Hessentagspaar
Für besondere Emotionen sorgte der Auftritt von Vera und Max Dudyka. Nach sechs Jahren im Amt - wohl die längste Amtszeit eines Hessentagspaares in der 80-jährigen Geschichte des Landes - nahmen die beiden an diesem Abend ihren Abschied von der Bühne. "Für uns geht heute eine Ära zu Ende", sagte Vera Dudyka und drehte den Applaus, den sie selbst bekamen, sogleich um: "Einen riesigen Applaus gebt ihr euch bitte jetzt alle selbst!"


Die Hessentagsbeauftragten ziehen Bilanz
Auch die drei Hessentagsbeauftragten der Stadt - von Wingenfeld scherzhaft "unsere drei Musketiere" genannt - kamen zu Wort. Dominik Höhl brachte die Stimmung der vergangenen Tage auf den Punkt: "Die Leute waren richtig im siebten Himmel. In Fulda haben sich alle wohlgefühlt. Und ja, das ist der Punkt." Jürgen Peter blickte bereits nach vorn, auf die Veranstaltungsreihe "Kultur.findet.Stadt" im Museumshof, Straßenfeste und weitere Domplatzkonzerte - und brachte sogar die Idee eines neuen gemeinsamen Großprojekts mit allen Beteiligten ins Spiel: "Das wäre noch einmal ein großer Traum von mir."


Lob aus Wiesbaden
Auch die Landesregierung war vertreten: Staatssekretär Michael Ruhl vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, selbst aus dem benachbarten Vogelsbergkreis, erinnerte sich an einen Familienausflug zum Hessentag, bei dem er das Fest erstmals nicht von Termin zu Termin, sondern als ganz normaler Besucher erlebte. "Das war für mich immer der "Hessentag vor der Haustür"", sagte Ruhl.


Schließlich durfte Max Dudyka geschichtsträchtige Worte an die Ehrenamtler und Helfer richten: "Das Essen ist eröffnet. Greift zu!" Und so wurde gefeiert - bei kühlen Getränken, leckeren Speisen und bester italienischer Musik. (mmb) +++
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