Hessentag 2026 in Fulda

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Ihretwegen war das Landesfest ein Erfolg: Tausende Helfer feiern im Schlosshof

Zehn Tage, 1,1 Millionen Besucherinnen und Besucher, ein Hessentag der Superlative - und sie haben es möglich gemacht: Im Innenhof des Fuldaer Stadtschlosses kamen am Montagabend die Ehrenamtlichen, Einsatzkräfte und Organisatoren des 63. Hessentags zum Helferfest zusammen. | Fotos: Carina Jirsch


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OB: "Ich danke Ihnen von Herzen"

Ihretwegen war das Landesfest ein Erfolg: Tausende Helfer feiern im Schlosshof

Zehn Tage, 1,1 Millionen Besucherinnen und Besucher, ein Hessentag der Superlative - und sie haben es möglich gemacht: Im Innenhof des Fuldaer Stadtschlosses kamen am Montagabend die Ehrenamtlichen, Einsatzkräfte und Organisatoren des 63. Hessentags zum Helferfest zusammen. Bei gutem Essen, Wein und Musik feierte die Stadt diejenigen, ohne die das zehntägige Landesfest schlicht nicht möglich gewesen wäre.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld machte von Beginn an klar, wem der Erfolg zu verdanken ist. Normalerweise erreichten ihn tagtäglich Beschwerde-Mails, erzählte er - in den zehn Tagen Hessentag sei das ganz anders gewesen: keine einzige kritische Rückmeldung, dafür Dank von Hunderten Menschen. "Das liegt nicht am Oberbürgermeister und auch nicht am Bürgermeister", sagte Wingenfeld unter Applaus. "Das liegt an Ihnen als Ehrenamtliche, als Engagierte, die uns dieses Fest in Fulda beschenkt haben."

Foto: Hendrik Urbin

Foto: Hendrik Urbin

Wie viele Organisationen am Ende tatsächlich beteiligt waren, ließ sich selbst im Stadtschloss nicht mehr genau bestimmen - die Zahlen schwankten zwischen 55, 66 und über 70. Mehr als 2.000 Helferinnen und Helfer waren eingeladen, deutlich über 1.000 kamen tatsächlich zum Fest. Statt einer Aufzählung wählte Wingenfeld lieber ein Motto, das er von den kirchlichen Helfern übernommen hatte: "Im Herzen eins." Mit diesen Worten hieß er alle Anwesenden willkommen.

Auch zur Bilanz hatte der Oberbürgermeister Zahlen mitgebracht: Statt der erwarteten 700.000 Besucherinnen und Besucher kamen über 1,1 Millionen Menschen nach Fulda - bei kaum nennenswerten Sicherheitsproblemen. Ein Vergleich zum letzten Fuldaer Hessentag 1990 durfte da nicht fehlen: Damals hatte es deutlich mehr geregnet als in diesem Jubiläumsjahr, in dem Hessen sein 80-jähriges Bestehen feiert.

Abschied vom Hessentagspaar

Für besondere Emotionen sorgte der Auftritt von Vera und Max Dudyka. Nach sechs Jahren im Amt - wohl die längste Amtszeit eines Hessentagspaares in der 80-jährigen Geschichte des Landes - nahmen die beiden an diesem Abend ihren Abschied von der Bühne. "Für uns geht heute eine Ära zu Ende", sagte Vera Dudyka und drehte den Applaus, den sie selbst bekamen, sogleich um: "Einen riesigen Applaus gebt ihr euch bitte jetzt alle selbst!"

Die Stadt Fulda würdigte das Paar mit einem eigens für den Anlass geschaffenen Kunstwerk des Fuldaer Künstlers Werner Döppner. Das Land Hessen legte einen Urlaubsgutschein samt Badetuch dazu - als Dank dafür, dass die beiden in den vergangenen zehn Tagen kaum zur Ruhe gekommen waren.

Die Hessentagsbeauftragten ziehen Bilanz

Auch die drei Hessentagsbeauftragten der Stadt - von Wingenfeld scherzhaft "unsere drei Musketiere" genannt - kamen zu Wort. Dominik Höhl brachte die Stimmung der vergangenen Tage auf den Punkt: "Die Leute waren richtig im siebten Himmel. In Fulda haben sich alle wohlgefühlt. Und ja, das ist der Punkt." Jürgen Peter blickte bereits nach vorn, auf die Veranstaltungsreihe "Kultur.findet.Stadt" im Museumshof, Straßenfeste und weitere Domplatzkonzerte - und brachte sogar die Idee eines neuen gemeinsamen Großprojekts mit allen Beteiligten ins Spiel: "Das wäre noch einmal ein großer Traum von mir."

Thomas Herbert, der sonst in der Stadtkämmerei für die Finanzen zuständig ist, zog ein persönliches Fazit. "Ich durfte endlich mal raus aus meinem Büro", sagte er mit einem Schmunzeln und schob nach: Mein Highlight waren all die schönen Begegnungen."

Lob aus Wiesbaden

Auch die Landesregierung war vertreten: Staatssekretär Michael Ruhl vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, selbst aus dem benachbarten Vogelsbergkreis, erinnerte sich an einen Familienausflug zum Hessentag, bei dem er das Fest erstmals nicht von Termin zu Termin, sondern als ganz normaler Besucher erlebte. "Das war für mich immer der "Hessentag vor der Haustür"", sagte Ruhl.

Mit einem Schmunzeln erzählte er außerdem von einem gemeinsamen Auftritt mit dem Hessentagspaar beim Bauernverband: "Da haben einige Landwirte schon gestaunt, was das Hessentagspaar da aus der Kuh herausgeholt hat. Das war wirklich Spitzenklasse." Sein Fazit zum Abschluss: "Hessen hat die letzten zehn Tage komplett auf Fulda geschaut. Deswegen: Seid stolz auf das, was ihr erreicht habt."

Schließlich durfte Max Dudyka geschichtsträchtige Worte an die Ehrenamtler und Helfer richten: "Das Essen ist eröffnet. Greift zu!" Und so wurde gefeiert - bei kühlen Getränken, leckeren Speisen und bester italienischer Musik. (mmb) +++

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