
Viele Trachtengruppen nahmen am Gottesdienst auf dem Uniplatz teil



Von zehntägigem Gänsehautfeeling sprach der Oberbürgermeister

Jutta Hamberger und Dominik Höhl

Domkapellmesister Franz-Peter Huber
Gemeinsam resümierte er mit Dekan Thorsten Waap, was in den letzten zehn Tagen auf dem Hessentag in Bewegung geraten ist. Waap gestand, er habe das Motto "Im Herzen eins" zuerst ziemlich kitschig gefunden, doch schon mit dem großen Eröffnungsgottesdienst auf dem Domplatz habe sich das geändert. "Das ist mittlerweile eine echte Marke geworden, das geht nicht mehr weg!"




Das Hessentagspaar ist schon voller Wehmut

Vom Kopf zum Herz sei doch manchmal ein zu langer Weg, bekannte der De…

Jugendvertreterin im Kirchenvorstand der Christuskirche Carla Born war…
Das Motto des großen Abschlussgottesdienstes lautete "Vom Kopf zum Herz". Dieser Weg sei bei ihm gerade mal 34 Zentimeter lang, zeigte der Dekan auf seinen Oberkörper. Doch tatsächlich dauere es ein ganzes Leben lang, aus einer theoretischen Erkenntnis ins Handeln zu kommen. Er begleitete das gleichnamige Lied mit der Gitarre und forderte die große Gemeinde nicht umsonst zum Mitsingen auf. "Es darf auch ruhig in osthessischer Ekstase sein." Überhaupt ging es bei diesem Gottesdienst weniger ernst und feierlich als laut und fröhlich zu. Es wurde viel gesungen, auch getanzt und oft gelacht. Vor allem, wenn sich die beiden Geistlichen in schönster Eintracht gegenseitig auf die Schippe nahmen.
OB: "Gänsehautfeeling ging nicht mehr weg"

Bürgermeister Dag Wehner und seine Frau





Auf der Bühne schilderten dann vier Hessentagsteilnehmer ihre eigenen Eindrücke der letzten Tage. Zunächst bekannte der Hessentagsbeauftragte der Stadt Fulda, Dominik Höhl, wie viele Begegnungen ihn berührt hätten, vor allem weil es so viel Lob und nur so wenig Kritikpunkte von den Besuchern gegeben habe. Das unterstrich auch Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld. "Schon beim Eröffnungsgottesdienst am letzten Sonntag mit 6.000 Besuchern hatte ich dieses Gänsehautfeeling - und das hat mich bis heute nicht verlassen!" Ihn habe vor allem die große Dankbarkeit berührt. "So viele Menschen haben sich bei uns bedankt, dass sie dabei sein durften, und versprochen, bald wieder nach Fulda zu kommen. "Vera Dudyka hat zwar heute Morgen gesagt, jetzt stünde Wehmut im Vordergrund, aber wir streichen einfach drei Buchstaben und haben weiter Mut und Zuversicht!"


Lioba Wingenfeld




Als Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) berichtete Jutta Hamberger, dass auch ihr die vielen friedlichen und fröhlichen Menschen auf dem großen Hessentagsgelände aufgefallen seien. "Das ist doch ein wunderbares Zeichen gegen alle professionellen Schwarzmaler, das zeigt: Ihr habt nicht recht!" Das Motto der Kirchen 'Im Herzen eins' werden wir adoptieren", kündigte sie an.






Die Jugendvertreterin im Kirchenvorstand der Christuskirche, Carla Born, berichtete, sie sei dem Hessenfest gegenüber zuerst sehr skeptisch gewesen. "Die vielen gesperrten Straßen und dass plötzlich alles so voll war, hat mich anfangs gestört." Das habe sich aber ganz schnell geändert, denn die vielen Begegnungen und die gelöste Atmosphäre hätten diese Dinge völlig nebensächlich werden lassen. "Es ist eine ganz andere Stimmung als im Alltag", resümierte sie.
Große Resonanz bei allen kirchlichen Angeboten auf dem Hessentag






Zum Landesfest hatten das Bistum Fulda, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)gemeinsam ein vielfältiges Programm gestaltet, unterstützt von der Diakonie Hessen und dem Caritasverband für die Diözese Fulda. Rund 41.600 Besucherinnen und Besucher kamen in die Stadtpfarrkirche, um die multimedialen Inszenierungen biblischer Herzgeschichten zu erleben, 11.000 suchten Ruhe in der Severikirche, 16.000 Menschen verfolgten Konzerte und Veranstaltungen auf der Himmelsbühne und 200 Hessentags-Gäste ließen sich in der Gondel des Riesenrads segnen. Am Sonntagmittag beteiligen sich die Kirchen zum Abschluss des Hessentags mit einem kreativen Wagen am großen Hessentags-Festzug. (ci)+++
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