Der Hessentag 2026 in Fulda bot am Donnerstagabend die Bühne für ein hochkarätig besetztes Mittelstandsforum der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Hessen und Fulda. Unter dem Motto "Gipfel der Effizienz: Spitzenreiter Hessen - Taktgeber beim Bürokratieabbau" diskutierten Unternehmer, Politiker und Wirtschaftsvertreter über eines der drängendsten Themen für den Mittelstand.
Mit Staatsminister Manfred Pentz (CDU), VhU-Präsident Wolf Matthias Mang und MIT-Bundesvorsitzender Gitta Connemann (CDU) waren prominente Redner nach Fulda gekommen, um über Wege zu weniger Bürokratie, mehr Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Zukunftsperspektiven zu sprechen.
Mit Staatsminister Manfred Pentz (CDU), VhU-Präsident Wolf Matthias Mang und MIT-Bundesvorsitzender Gitta Connemann (CDU) waren prominente Redner nach Fulda gekommen, um über Wege zu weniger Bürokratie, mehr Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Zukunftsperspektiven zu sprechen.

VhU-Präsident Wolf Matthias Mang.


MIT-Bundesvorsitzender Gitta Connemann (CDU)
Mittelstand steht im Mittelpunkt des Abends
Bereits zur Begrüßung machte MIT-Hessen-Landesvorsitzender Marco Reuter deutlich, worum es an diesem Abend ging. Vor zahlreichen Gästen betonte er die Bedeutung des Mittelstands für Hessen und stellte klar, dass Bürokratieabbau längst keine theoretische Debatte mehr sei, sondern viele Unternehmen täglich beschäftige.
MIT-Hessen-Landesvorsitzender Marco Reuter


"Die Basis des Erfolgs unseres Landes sitzt heute hier in diesem Raum - es sind die Mittelständler, die Hessen jeden Tag am Laufen halten", sagte Reuter. Zugleich unterstrich er die enge Zusammenarbeit zwischen MIT und Unternehmerverbänden: "Die VhU und MIT stehen unmittelbar Schulter an Schulter. Diese geschlossene Allianz ist unser stärkstes Fundament."
OB Wingenfeld fordert mehr wirtschaftliches Engagement
Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), der selbst seit vielen Jahren der MIT verbunden ist, warb für weiteres Engagement von Unternehmern und Verbänden. Die wirtschaftliche Entwicklung müsse wieder stärker in den Mittelpunkt politischer Diskussionen rücken. Digitalisierung und moderne Verwaltungsstrukturen seien dabei wichtige Bausteine für die Zukunft.
Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU)


Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend die Rede von Staatsminister Manfred Pentz (CDU), der in der Hessischen Landesregierung für Entbürokratisierung zuständig ist. Er räumte ein, dass der Bürokratieabbau seit Jahrzehnten versprochen werde, die Belastungen für Unternehmen aber vielerorts weiter gewachsen seien.
Klare Worte zum Bürokratieabbau
"Bei jeder Partei steht Bürokratieabbau im Regierungsprogramm. Das Ergebnis war oft nur, dass es immer mehr geworden ist", sagte Pentz. Sein Ansatz sei deshalb ein anderer: "Wir reden nicht nur wissenschaftlich darüber, sondern direkt mit den Unternehmern. Ich frage regelmäßig, welche Formulare Zeit, Geld und Nerven kosten."
Reichlich Applaus gab es für die Redner


Dabei appellierte er auch an Verwaltung und Politik, beschlossene Erleichterungen konsequent umzusetzen. "Wir haben Bürokratie abgeschafft, aber sie muss auch gelebt werden", betonte der Minister.
"Wohlstand fällt nicht vom Himmel"
Für die Sicht der Wirtschaft sprach VhU-Präsident Wolf Matthias Mang. Er stellte die Innovationskraft der Unternehmen in den Mittelpunkt und warb für mehr Mut im Umgang mit neuen Technologien.


"Wohlstand fällt nicht vom Himmel. Wohlstand wird jeden Tag neu erarbeitet", sagte Mang. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch: "Ich bin nicht hier, um den Niedergang zu beklagen, sondern um über die Gründe zu sprechen, warum wir Anlass haben, Chancen zu sehen."
"Eine Frage der Überlebensfähigkeit unserer Demokratie"
Den Schlusspunkt der Reden setzte MIT-Bundesvorsitzende Gitta Connemann (CDU), die eigens aus Paris nach Fulda angereist war. Sie bezeichnete den Bürokratieabbau als zentrale Zukunftsfrage für Deutschland und die Demokratie.


"Bürokratierückbau ist eine Frage der Überlebensfähigkeit unserer Demokratie", erklärte Connemann. Zugleich machte sie den Gästen Mut für die kommenden Jahre: "Lasst uns aufgeweckt nach vorne gehen. Ich habe davor keine Angst - weil es Menschen wie Sie gibt."



Beim anschließenden Get-together wurde deutlich, dass das Mittelstandsforum weit mehr sein wollte als eine politische Diskussionsrunde. Es war ein deutliches Signal aus Fulda, dass Wirtschaft, Politik und Verbände gemeinsam an Lösungen arbeiten wollen - damit Hessen auch künftig zu den starken Wirtschaftsstandorten Deutschlands gehört. (Constantin von Butler) +++
Weitere Bilder














































































