Hunderttausende Besucher strömen derzeit über den Hessentag in Fulda. Die Innenstadt ist voller Menschen, die Stimmung ausgelassen. Doch profitiert auch der Einzelhandel vom größten Landesfest Hessens? OSTHESSEN|NEWS hat bei drei Fuldaer Innenstadt-Geschäften nachgefragt.
Während auf den Plätzen und in der Hessentagsstraße reger Betrieb herrscht, fällt die Bilanz vieler Händler eher verhalten aus. Besonders die Stammkundschaft bleibt vielerorts aus, weil Anreise, Parksituation und Menschenmengen viele vom gewohnten Einkaufsbummel abhalten.
Während auf den Plätzen und in der Hessentagsstraße reger Betrieb herrscht, fällt die Bilanz vieler Händler eher verhalten aus. Besonders die Stammkundschaft bleibt vielerorts aus, weil Anreise, Parksituation und Menschenmengen viele vom gewohnten Einkaufsbummel abhalten.

Modehaus Köhler liegt auf der Hessentagsstraße.
Thorsten Rützel, Geschäftsleiter von Modehaus Köhler, sieht die Entwicklung vergleichsweise gelassen. Der Hessentag werde von den Kunden überwiegend positiv wahrgenommen. Viele Besucher aus anderen Regionen würden Fulda erstmals kennenlernen. "Man merkt die gute Stimmung in der Stadt", sagt Rützel zu O|N. Zwar sei der Trubel überall spürbar, Einschränkungen für das Geschäft gebe es jedoch nicht. Vielmehr kämen auch neue Kunden in den Laden und entdeckten das Angebot erstmals für sich.

Thorsten Rützel, Geschäftsleiter von Modehaus Köhler.


Stammkunden bleiben aus
Deutlich kritischer fällt die Einschätzung von Christoph Wehner, Inhaber des Sporthauses Marquardt, aus. Er hatte sich von den hohen Besucherzahlen deutlich mehr versprochen. "Der Hessentag ist super umgesetzt, aber für den Einzelhandel ist er nicht gut", sagt Wehner. Seit Beginn des Landesfestes sei die Kundenfrequenz regelrecht eingebrochen. Viele Stammkunden hätten bereits angekündigt, die Innenstadt während des Hessentags zu meiden. Auch die Absperrungen im Bereich der Innenstadt würden auf manche Besucher abschreckend wirken.
Christoph Wehner, Inhaber des Sporthauses Marquardt.


Ähnlich sieht man die Lage bei Mode Vogt. Dort bleiben vor allem die Stammkunden derzeit aus. Gleichzeitig profitiert das Geschäft nur begrenzt von Laufkundschaft, da es nicht unmittelbar an den Hauptströmen der Hessentagsbesucher liegt, wie Sandra Kühnel von Mode Vogt gegenüber O|N erzählt. Mit speziellen Hessentagsangeboten und Rabattaktionen versucht das Team gegenzusteuern. Gelegentlich kommen, so Kühnel, Besucher nach Konzerten oder Veranstaltungen vorbei, um noch spontan Kleidung einzukaufen. "Der Hessentag ist eben vor allem für die Hessentagsstraße gedacht und weniger für den Einzelhandel", lautet das Fazit.

Sandra Kühnel von Mode Vogt.





So zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Fulda als Gastgeberstadt von der Aufmerksamkeit und den vielen Gästen profitiert, bleiben die wirtschaftlichen Effekte für viele Geschäfte in der Innenstadt bislang eher mau. Wie die Stimmung am Donnerstag ansonsten in der Fuldaer Innenstadt - vor und in Geschäften - war, können Sie sich in den Impressionen von O|N-Fotograf Marvin Myketin anschauen. Viel Spaß beim Durchklicken! (ems) +++
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