

Zur Eröffnung wurde ein buntes Programm geboten.

Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld.
Zur Eröffnung auf der Kaisersaalterrasse begrüßte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld zahlreiche Gäste, darunter Staatssekretärin Manuela Strube, Regierungspräsident Mark Weinmeister sowie weitere Vertreter aus Politik, Planung und Umsetzung. Künstlerisch umrahmt wurde die Eröffnung von barocken Klängen und Tänzen des Minuett-Ensembles. Es wurden Tänze aus vergangenen Jahrhunderten präsentiert, während Darsteller in adeligen Gewändern das Publikum auf eine Reise in die Zeit der Fürstäbte mitnahmen. Ein Highlight: Die akrobatische Vorführung, bei der der "Adel" mit kunstvollen Hebefiguren und artistischen Einlagen für Staunen und Applaus sorgte und den frisch eröffneten Schlossgarten direkt mit Leben füllte.
Was lange währt, wird gut!
"Ja, es hat lange gedauert, aber umso schöner ist es, dass wir diesen Moment nun gemeinsam erleben dürfen", sagte Wingenfeld am Donnerstagvormittag. Der Schlossgarten stehe gleichermaßen für die Geschichte Fuldas wie für die Zukunft der Stadt. Mit Blick auf den Hessentag verwies der Oberbürgermeister zudem auf die große Resonanz der vergangenen Tage: Allein bis zum Mittwochabend seien bereits 672.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Landesfest gezählt worden.

Stadtbaurat Daniel Schreiner.

Seit November 2021 war der vordere Schlossgarten abschnittsweise umgestaltet worden. Stadtbaurat Daniel Schreiner erinnerte daran, dass die Arbeiten immer wieder von äußeren Umständen beeinflusst wurden. Pandemie, Energiekrise, Kampfmittelsondierungen, Leitungsarbeiten und die gleichzeitige Sanierung des Schlossturms hätten den Bauablauf mehrfach verzögert. "Viele Menschen wurden angesichts der Schwierigkeiten und der langen Bauzeit misstrauisch", so Schreiner. Doch hinter solch einem Mammutprojekt standen viele Hürden, die überwunden werden mussten.
Ziel des Projekts war die sogenannte "Rebarockisierung" des Schlossgartens. Grundlage bildeten historische Pläne aus der Zeit des späten 18. Jahrhunderts. Dabei galt es, die barocken Gestaltungselemente mit dem wertvollen Baumbestand aus späteren Epochen in Einklang zu bringen. "Das Barocke braucht seine charakterstarken Achsen, Symmetrie und das Spiel der Formen", erläuterte Schreiner. Besonders auf der Kaisersaalterrasse wird dieser Gedanke nun sichtbar. Dort entstanden neue Brunnenanlagen, geschwungene Wegeführungen und freie Blickachsen vom Schlossgarten bis zum Dombezirk.
Mehr Barrierefreiheit und neue Aufenthaltsqualität




Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann hat zum 70. Geburtstag…


Parallel zur denkmalgerechten Rekonstruktion wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. So erhielt der Bereich neue Wasser- und Stromleitungen, moderne Brunnentechnik sowie ein Regenrückhaltebecken für die Entwässerung des Schlossdaches. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Barrierefreiheit. Neue Leitsysteme, Orientierungspläne, eine Rampe zum Kaisersaal sowie zusätzliche Informationsangebote sollen künftig allen Besucherinnen und Besuchern den Zugang erleichtern. Dafür erhielt die Stadt Fördermittel des Landes Hessen.







Während des Hessentags verwandelt sich der Schlossgarten darüber hinaus in eine Bühne für historische Darstellungen und Programmpunkte rund um das barocke Fulda. Damit soll die neu gestaltete Anlage nicht nur betrachtet, sondern auch erlebbar werden - während und nach dem großen Landesfest. (Emely Schrön) +++
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