Hessentag 2026 in Fulda

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Bekenntnis zur Verantwortung

Feierliches Gelöbnis-Zeremonie: 111 Rekruten schwören Eid im Schlossgarten

Einer der wichtigsten, wenn nicht vielleicht sogar der wichtigste Moment im Leben eines jungen Soldaten ist das feierliche Gelöbnis. Mit diesem Eid bekennen sich die Soldaten öffentlich zu ihrem Dienst für die Bundesrepublik. Im Zuge des Hessentags fand für 111 Soldatinnen und Soldaten die Zeremonie im Fuldaer Schlossgarten statt. Mit dabei war auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU).

Über 100 Rekrutinnen und Rekruten schworen ihren Eid feierlich im Fudlaer Schlossgarten. Mit dabei: Ministerpräsident Boris Rhein | Fotos: Carina Jirsch

Über 100 Rekrutinnen und Rekruten schworen ihren Eid feierlich im Fudl…



Bei dem Gelöbnis waren neben 93 Rekrutinnen und Rekruten der 6. Kompanie des Jägerbataillons 1 Schwarzenborn und 18 Rekruten der Fernmeldekompanie der Division Schnelle Kräfte auch rund 700 Angehörige und Familienmitglieder sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft im Schlossgarten. Für die musikalische Untermalung sorgte das Heeresmusikkorps aus Kassel.

"Frieden und Freiheit sind heute nicht selbstverständlich"

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein



"Dieses Gelöbnis ist mehr als nur eine Zeremonie", betonte Rhein und stellte heraus, dass das Gelöbnis viel mehr ein Bekenntnis zur Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Bundesrepublik ist. "Sie setzen hiermit ein sehr starkes Zeichen", betonte Rhein. Er verwies aber auch vor allem darauf, wie wichtig es sei, solche Gelöbnisse in die Öffentlichkeit und insbesondere in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Er machte deutlich: "Sie stehen für 80 Millionen Menschen in diesem Land ein" und stellte klar, dass Freiheit und Frieden nicht selbstverständlich seien.

Auch betonte Rhein, wie wichtig der Dienst der Rekruten für die Sicherheit des Landes in unsicheren Zeiten ist: "Wir stehen vor der Wahl: Entweder wir sichern unsere Freiheit selbst oder jemand anderes entscheidet über unser Schicksal" und erklärte abschließend: "Hessen ist stolz auf sie!"

Gelöbnis an einem denkwürdigen Datum

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (links)

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (links)

Der 17. Juni erinnert an die Frauen und Männer, die 1953 in der DDR gegen Unterdrückung und für Freiheit eingetreten sind. "Die Werte, für die sie damals gekämpft haben, verteidigen die Soldatinnen und Soldaten bis heute", betonte Rhein. Insbesondere in Zeiten des Kalten Krieges stand Fulda im Fokus des militärischen Konflikts. "Wir lebten hier bis 1989 in unmittelbarer Nähe zur innerdeutschen Grenze und somit auch des Kalten Krieges", erklärte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld hierzu. In diesem Zuge betonte er aber auch, dass der Frieden, in dem die Menschen in Fulda seit Jahrzehnten nun leben, gewahrt werden müsse. "Wir müssen verteidigungsfähig sein und bleiben", so der Oberbürgermeister.



Nach dem zeremoniellen Teil folgten Fotos, Umarmungen mit Familie und Freunden, bei denen auch die ein oder andere Träne floss. Auf die jungen Soldatinnen und Soldaten wartet nach dem Gelöbnis eine aufregende Zeit, aber auch eine Zeit, die ihren Charakter maßgeblich prägen wird. Es bleibt nur zu hoffen, dass jeder dieser jungen Menschen wohlbehalten von seinen Einsätzen zurückkommt. (pg) +++


Weitere Bilder

Landrat des Kreises Fulda, Bernd Woide

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Michael Brand, Mitglied des deutschen Bundestages

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Foto: Christian P. Stadtfeld

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