Für Rhein ist es eine Selbstverständlichkeit, diese Generalversammlung während des aktuellen Hessentags in Fulda im Bonifatiushaus stattfinden zu lassen. "Die Wälder prägen ganz Hessen - als Heimat, Tourismusziel, aber auch als Wirtschaftslage", so der Ministerpräsident. Oft werde vergessen, dass die Waldbesitzer viel für die Gesellschaft leisten - genau diesem Denken wirkte die Versammlung parallel zum größten Landesfest entgegen.

Ministerpräsident Boris Rhein würdigte die Leistungen der Waldbesitzer…


Präsident Carl Anton Fürst zu Waldeck und Pyrmont betonte, dass nachha…
Präsident Carl Anton Fürst zu Waldeck und Pyrmont betonte, dass nachhaltige Forstwirtschaft seit Generationen zum Selbstverständnis der Waldbesitzer gehört: Klimaschutz, Biodiversität und stabile ländliche Räume seien fester Bestandteil ihrer täglichen Arbeit. "Kein Waldbesitzer hat ein Interesse daran, seinen eigenen Wald zu schwächen", sagte er und verwies auf den generationenübergreifenden Auftrag, den Wald zu erhalten. Gleichzeitig warnte er vor einer Überlastung der Betriebe durch immer neue staatliche Vorgaben. Der notwendige Waldumbau könne nur gelingen, wenn die Forstbetriebe wirtschaftlich stark bleiben: "Diese Ziele gelingen nicht durch staatliche Lenkung geschwächter Betriebe, sondern nur mit gesunden Forstbetrieben, starkem Eigentum und verlässlichen Rahmenbedingungen."
Lob für Hessen - und Forderung nach Lösungen
Deutliche Kritik richtete er dabei an die Bundespolitik wegen zunehmender Belastungen für die Forstwirtschaft. Die Folge seien "Überforderung, Demotivation und ein Vertrauensverlust". Vom Bund erwartet der Verband "Führung, ein klares Konzept, professionelles Arbeiten und geeinte Positionen". Gleichzeitig lobte Fürst aber die Zusammenarbeit mit der hessischen Landesregierung. Hessen zeige, "dass eine gleich gelagerte Koalition sehr wohl handlungsfähig, abgestimmt und verlässlich für den ländlichen Raum arbeiten kann".


Boris Rhein: "Freiheit denen, denen wir vertrauen"
Ministerpräsident Boris Rhein würdigte die Leistungen der Waldbesitzer ausdrücklich. "Aus unserer Sicht sind Sie diejenigen, die Wald besitzen und unsere Zukunft gestalten. Sie sind wahre Zukunftsmacher mit Wurzeln." Dabei präge der Wald Hessen als Heimat, Erholungsraum und Wirtschaftsfaktor. Deshalb stehe die Landesregierung an der Seite der Waldbesitzer. Gleichzeitig räumte er die Belastungen der vergangenen Jahre ein. Dürre, Brände und Schädlinge hätten den Wäldern und ihren Eigentümern viel zugemutet. Zudem seien die Kosten erheblich gestiegen.





Millionenförderung und Waldumbau
Rhein betonte, dass der Waldumbau nur gemeinsam gelingen könne - mit Städten, Gemeinden und privaten Waldbesitzern. Allein in den vergangenen sechs Jahren seien Privat- und Kommunalwälder mit mehr als 100 Millionen Euro von Land, Bund und EU unterstützt worden. "Jeder Euro ist gut angelegt", versprach der Ministerpräsident. Für die Zukunft setzt Hessen auf vielfältige Mischwälder.

Landtagsabgeordneter Sebastian Müller (CDU) .

Zum Abschluss richtete Rhein einen Dank an die Waldbesitzer: Hessen solle "Wald-Land Nummer Eins" bleiben - dafür brauche das Land ihr Engagement und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. (mis) +++
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