Die DRK-Reiterstaffel war auch auf der Blaulichtmeile des Hessentags unterwegs. | Fotos: Hans-Hubertus Braune
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Tierische Lebensretter
Merle und Lex hautnah erleben: DRK-Reiterstaffel gibt Einblick ins Ehrenamt
Sie gelten als verlässlicher Partner, wenn es ernst wird: Die Pferde der DRK-Reiterstaffel Fulda. Unter ihnen sind Merle, ein 18-jähriges deutsches Reitpony, und Lex, ein elfjähriges Fjordpferd. Mit sicherem Tritt und feinem Gespür gehen sie durch jedes Gelände. Am Mittwoch waren sie auf der Blaulichtmeile des Hessentags zu sehen. Charline Weih ist seit zehn Jahren Mitglied. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS hebt die 31-Jährige den besonderen Reiz der Tätigkeit hervor: "Während des Einsatzes kommt die starke Teamarbeit zum Ausdruck. Alles arbeitet Hand in Hand mit einem klaren Ziel vor Augen. Es ist schön, dass man mit seinem Pferd etwas Gutes tun kann. "
Besucher erhalten Einblick in die ehrenamtliche Arbeit.
Ein Teil des Teams ist vor Ort.
Die DRK-Reiterstaffel Fulda gibt es seit 1999. Derzeit zählt das Team acht aktive Reiterinnen und Reiter. "Es ist ein aufwendiges, aber spannendes Ehrenamt", ergänzt Kollegin Ingrid Czwalinna. Sie engagiert sich seit 2017. "Wir werden vor allem bei der Vermisstensuche eingesetzt. Da bekommen wir genaue Anweisungen, welchen Bereich wir abzureiten haben." Der Vorteil mit Pferd: "Man hat einen höheren Blick - und da es sich um Fluchttiere handelt, reagieren sie schon beim kleinsten Geräusch und sind in Habachtstellung. Das kann uns in Notsituationen einen wichtigen Hinweis geben." Allerdings dürften die Tiere nicht allzu schreckhaft sein. "Die Fluchtinstinkte müssen so runtertrainiert werden, dass sie nicht bei jedem kleinen Blättchen wegrennen", so die 63-Jährige. Die Tiere und ihre Begleiter unterstützen auch bei anderen Anlässen wie etwa Marathonläufen oder Reitjagden.
Hobby und Ehrenamt verbinden
Merle sagt "hallo"
Gemeinsam mit ihrem Pferd haben die Mitglieder eine intensive Spezialausbildung durchlaufen. Viel Zeit wird in die Förderung der Tiere investiert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier ist unabdingbar. "Wenn wir unterwegs sind, um Menschenleben zu retten, bewegt das einen natürlich. Wenn es tragisch ausgeht, ist es für alle Beteiligten sehr emotional. Wir hoffen aber immer auf ein gutes Ende", sagt Weih.
Ingrid Czwalinna (l.) gemeinsam mit Charline Weih.
Merle (l.) und Lex sagen hallo.
Vertrauen, Verantwortung und gemeinsamer Wille, im entscheidenden Moment zu helfen - genau das macht dieses Ehrenamt aus. Die DRK-Reiterstaffel-Mitglieder sind sich einig: "Es ist toll, dass wir unser Privathobby so sinnvoll verbinden und etwas Wertvolles für die Gesellschaft leisten können." (mkr) +++
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