Hessentag 2026 in Fulda

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Bundesjugendspiele im Stadion: Aufwärmen mit Weltklassesprinterin Lisa Mayer

Weit gesprungen | Fotos: Kevin Kremer


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Sporthöhepunkt beim Hessentag

Bundesjugendspiele im Stadion: Aufwärmen mit Weltklassesprinterin Lisa Mayer

Rund 200 Kinder haben in Fulda gemeinsam die Bundesjugendspiele absolviert – in der bewährten Wettkampfform und mit der früheren Weltklassesprinterin Lisa Mayer. Im sportlichen Leistungsvergleich der Länder ist Hessen derzeit die Nummer eins.

Bildungsminister Armin Schwarz und die frühere Weltklassesprinterin Lisa Mayer, rechts Bürgermeister Dag Wehner

Bildungsminister Armin Schwarz und die frühere Weltklassesprinterin Li…

Minister Armin Schwarz misst die Sprunglänge

Minister Armin Schwarz misst die Sprunglänge



Rückenwind gab es an diesem Dienstag durch die jüngste Entscheidung der Bildungsministerkonferenz, die auf Betreiben Hessens entschieden hatte, den Wettkampf für die dritten und vierten Grundschulklassen bei den Bundesjugendspielen wieder bundesweit einzuführen. Die Schülerinnen und Schüler der Domschule zeigten im Sportpark Johannisau ihr Können im Sprint, Weitsprung und Schlagballwurf. Einige legten zudem das Deutsche Sportabzeichen ab.


OB Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner applaudieren den jungen Sportlern

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Bildungsminister Armin Schwarz besuchte den Sporttag und sagte: "Kinder haben Spaß daran, sich zu messen. Der Wettkampf spornt zu Leistung an, er macht stolz auf das eigene Können – und er lehrt zugleich, mit Enttäuschungen umzugehen. Genau das gehört zum Leben dazu. Deshalb führen wir in Hessen echte Wettkämpfe mit klaren Platzierungen durch."



Lisa Mayer eröffnete den Tag mit einem gemeinsamen Aufwärmen, stimmte die Kinder mit einem Lauf-ABC auf den Wettkampf ein, gab Technik-Tipps an den Stationen und ermutigte sie bei ihren Versuchen. Die gebürtige Gießenerin gewann bei Olympia 2024 in Paris die Bronzemedaille mit der deutschen Sprintstaffel. Sie sagte: "Sport steht für Fairness, Teamgeist und Mut – wichtige Werte für unsere Gesellschaft. Sich anzustrengen, sich mit anderen zu messen und auch mal zu verlieren, macht stark und hilft einem im ganzen Leben. "

6.000 Sportabzeichen und Hessen spitze bei "Jugend trainiert für Olympia"



Die Sportbegeisterung der Schülerinnen und Schüler der Domschule in Fulda zeigte sich auch darin, dass viele von ihnen parallel zu den Bundesjugendspielen das Deutsche Sportabzeichen ablegten. Dabei wurde die Schule durch den Sportkreis Fulda unterstützt, der als hessenweite Spitze im vergangenen Jahr fast 6.000 Sportabzeichen an Schülerinnen und Schüler vergab. Wie erfolgreich der Schulsport in Hessen ist, zeigte sich erst vor wenigen Wochen beim Frühjahrsfinale von "Jugend trainiert für Olympia und Paralympics" in Berlin: Erstmals ging Hessen nach Medaillen als bestes Land hervor und stellte dazu mit der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt deutschlandweit die erfolgreichste Schule.

Matthias Wirth, Schulleiter der Domschule: "Die Bundesjugendspiele gehören zu den Höhepunkten unseres Schuljahres und haben einen festen Platz in unserem Jahresplan. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf diesen Tag und sind durch den sportlichen Wettkampf und das Messen mit anderen sehr motiviert. Viele von ihnen zeigen dabei beeindruckende Leistungen. Wichtig ist uns dabei, nicht nur sportliche Talente zu fördern, sondern auch diejenigen Schülerinnen und Schüler zu mehr Bewegung zu motivieren, die bisher weniger aktiv sind.

Hintergrund Bundesjugendspiele



Die Bundesjugendspiele sind für Hessen mehr als ein Schulsporttag: Das Land setzt sich seit Jahren dafür ein, den Leistungsgedanken zu stärken. Zum Schuljahr 2023/2024 wurden die Bundesjugendspiele verändert: Für die Kinder in den Grundschulen zählen seitdem keine genauen Zeiten und Weiten mehr. Es führte dazu, dass in Grundschulen nur noch der sogenannte Wettbewerb – ein Format ohne Leistungstabellen und ausgewiesene Platzierungen auf Urkunden – durchgeführt werden durfte.



Weil auf Bundesebene zunächst keine Einigung zustande kam, nahm Hessen schon da für seine Schulen das Verbot des etablierten Wettkampfformats für die dritten und vierten Klassen zurück. Gleichzeitig sind die Schulen in Hessen angewiesen, bei Durchführung des Wettbewerbs auf den Urkunden die jeweilige Platzierung festzuhalten. Nach der aktuellen Entscheidung der Bildungsministerkonferenz zum nächsten Schuljahr ist der hessische Weg wieder bundesweiter Maßstab. Das Land wird seinen Grundschulen weiterhin empfehlen, in den dritten und vierten Klassen die Wettkampfform dem Wettbewerb vorzuziehen. (pm/hhb) +++