Wie bleibt Hessen wirtschaftlich stark? Welche Rolle spielt dabei das Handwerk? Genau diese und weitere Fragen sind entscheidend für den Wirtschaftsstandort Hessen. Und genau aus diesem Grund versammelte sich der Hessische Handwerkstag am Dienstagnachmittag im Fuldaer Esperantohotel.
Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hielt rund um die Themen "Handwerk" und "Gleichwertigkeit der akademischen und beruflichen Bildung" einen Impulsvortrag. So wurde schnell klar: Das Handwerk zeigt jeden Tag, wie leistungsfähig berufliche Bildung ist. Es eröffnet jungen Menschen verlässliche Perspektiven, sichert Fachkräfte und bildet die Grundlage für wirtschaftliche Stärke in den Regionen. Im Anschluss folgte eine Diskussionsrunde mit verschiedensten Persönlichkeiten des Handwerks.
Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hielt rund um die Themen "Handwerk" und "Gleichwertigkeit der akademischen und beruflichen Bildung" einen Impulsvortrag. So wurde schnell klar: Das Handwerk zeigt jeden Tag, wie leistungsfähig berufliche Bildung ist. Es eröffnet jungen Menschen verlässliche Perspektiven, sichert Fachkräfte und bildet die Grundlage für wirtschaftliche Stärke in den Regionen. Im Anschluss folgte eine Diskussionsrunde mit verschiedensten Persönlichkeiten des Handwerks.

Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium f…

Zu Beginn begrüßte Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstage…

Michael Brand machte während seines Vortrags besonders deutlich: "Aktuell feiern wir einen friedlichen, positiven, motivierten Hessentag und da freut es mich, dass wir heute den Hessischen Handwerkstag veranstalten können. Dabei wird das Thema Handwerk aber nicht nur zu Festen thematisiert, sondern ist ein fester Teil der Realität und auch Voraussetzung für unsere Zukunft." So hat der Hessische Handwerkstag am 63. Hessentag durchaus seine Daseinsberechtigung.
Betrieben, in den Kammern, in den Klassenzimmern und Werkstätten. Seit Jahrzehnten wird über
Bildungsgerechtigkeit diskutiert - und doch bestehen nach wie vor deutliche Ungleichgewichte. Nicht selten
wird dem Studium ein höherer gesellschaftlicher Stellenwert eingeräumt als einer Berufsausbildung. Das zeigt
sich an vielen Stellschrauben: in der Wahrnehmung, in der finanziellen Ausstattung, in der Infrastruktur und in
den Karrierechancen."
"Es bestehen nach wie vor deutliche Ungleichgewichte"
Zu Beginn begrüßte Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstages (HHT), alle Anwesenden und freute sich darüber, dass sich das Handwerk stolz präsentieren kann. Doch schnell schlug er den Bogen zum Thema: "Wenn ich hier in die Runde blicke, sehe ich viele zustimmende Gesichter. Dieses Thema treibt uns um. In denBetrieben, in den Kammern, in den Klassenzimmern und Werkstätten. Seit Jahrzehnten wird über
Bildungsgerechtigkeit diskutiert - und doch bestehen nach wie vor deutliche Ungleichgewichte. Nicht selten
wird dem Studium ein höherer gesellschaftlicher Stellenwert eingeräumt als einer Berufsausbildung. Das zeigt
sich an vielen Stellschrauben: in der Wahrnehmung, in der finanziellen Ausstattung, in der Infrastruktur und in
den Karrierechancen."
Themen gehen mit Michael Brand nach Berlin
Ein Problem, das Brand auch in seinem Impulsvortrag benannte: "Die Politik muss Rahmenbedingungen ändern, damit das Entscheidende - neben der Sicherheit - die wirtschaftliche Stärke vorangetrieben wird - und dabei hilft das Handwerk ungemein." Seit Jahrzehnten bringe das Handwerk Leistung mit zentraler Bedeutung nach Deutschland - deshalb spricht Brand seinen Respekt und Dank an alle Handwerksbetriebe aus. "Dabei handelt es sich um eine Säule, die eine bedeutende wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle in Deutschland spielt", hob der Staatssekretär hervor. Diese Aussage ist keine Überraschung, denn 400.000 Beschäftigte sind im hessischen Handwerk tätig - so ist die Branche bei der Wirtschaftsgestaltung "ganz vorne mit dabei."


Michael Brand betonte, dass eine starke berufliche Bildung für Hessens Zukunft unverzichtbar ist. Eine gute Berufsorientierung könne Jugendlichen früh helfen, ihren Weg in die duale Ausbildung zu finden. Gleichzeitig müsse die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung weiter verbessert werden. Die duale Ausbildung mit rund 300.000 anerkannten Berufen biete enorme Chancen, müsse aber noch mehr junge Menschen erreichen. Investitionen in Ausbildung und überbetriebliche Bildungsstätten - aktuell mit 37 Millionen Euro gefördert - seien dafür zentrale Stellschrauben. Berufsbildung funktioniere nur in enger Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft und sei eine tragende Säule für die Zukunft. Handwerk und Mittelstand könnten gemeinsam ein starkes Team bilden - und Hessen sei dafür ein besonders starkes Bundesland.
Anschließend meldeten sich einige Personen des Handwerks zu Wort, um dem Staatssekretär ihre Fragen und Anregungen mitzugeben. Themen waren hierbei unter anderem die Kritik an zu viel Bürokratie und die unterschiedliche Behandlung von Master und Meister. Brand versprach, diese Themen mit nach Berlin in den Bundestag zu nehmen. "Wir brauchen das Handwerk in allen Bereichen. Das Handwerk, die Wirtschaftsmacht von nebenan, ist eine Stütze im deutschen Mittelstand und wichtig für den Aufstieg unseres Landes, um zur wirtschaftlichen Stärke zurückzukehren", lobte Brang im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Am Ende der Veranstaltung kam ein Karosseriebauer zum heimischen Politiker und klärte ihn darüber auf, dass er auch Schulabbrecher, die wenige Erfolgserlebnisse haben, gut im Handwerk integrieren konnte. Das zeigt: Ein Abbruch muss kein Ende sein, denn im Handwerk gibt es verschiedenste Möglichkeiten.
Anschließend meldeten sich einige Personen des Handwerks zu Wort, um dem Staatssekretär ihre Fragen und Anregungen mitzugeben. Themen waren hierbei unter anderem die Kritik an zu viel Bürokratie und die unterschiedliche Behandlung von Master und Meister. Brand versprach, diese Themen mit nach Berlin in den Bundestag zu nehmen. "Wir brauchen das Handwerk in allen Bereichen. Das Handwerk, die Wirtschaftsmacht von nebenan, ist eine Stütze im deutschen Mittelstand und wichtig für den Aufstieg unseres Landes, um zur wirtschaftlichen Stärke zurückzukehren", lobte Brang im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Am Ende der Veranstaltung kam ein Karosseriebauer zum heimischen Politiker und klärte ihn darüber auf, dass er auch Schulabbrecher, die wenige Erfolgserlebnisse haben, gut im Handwerk integrieren konnte. Das zeigt: Ein Abbruch muss kein Ende sein, denn im Handwerk gibt es verschiedenste Möglichkeiten.



Zum Abschluss machte Brand deutlich, wohin die Reise gehen soll: "Für uns ist berufliche Bildung ein sehr zentrales Thema und wir wollen mit dem Handwerk zusammen die Weichen so stellen, dass die Ausbildung im Handwerk gleichwertig ist wie die akademische Ausbildung. Wir beraten in Berlin einen Gesetzesentwurf zum Thema Aufstiegs‑BAföG, um das zu unterstützen." Damit endete die Runde mit einem klaren Signal: Die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Hessen wird gemeinsam gestaltet - und das Handwerk spielt dabei eine Schlüsselrolle. (mis) +++ 
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