Hessentag 2026 in Fulda

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"Die Opfer werden zu selten gesehen" - Stand des Weißen Rings informiert

Unterstützung für Kriminalitätsopfer, dafür steht der Weiße Ring. Auf dem Foto: Dr. Patrick Liesching (l) und Osthessens Polizeipräsident Michael Tegethoff (r) | Fotos: Weißer Ring


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Unterstützung für Kriminalitätsopfer

"Die Opfer werden zu selten gesehen" - Stand des Weißen Rings informiert

Auf dem Hessentag wird nicht nur zünftig gefeiert, sondern es gibt an vielen Ständen quer durch die ganze Stadt auch wertvolle Informationen für die Besucher aus und zu allen möglichen Lebensbereichen. So auch am Stand der bekannten Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer, des Weißen Rings. "Es kommen häufig Menschen zu uns an den Stand, die ganz offensichtlich etwas Schlimmes erlebt haben, und fragen, an wen sie sich wenden können", sagt der hessische Landesvorsitzende des Weißen Rings und Präsident des Landgerichts Fulda, Dr. Patrick Liesching im OSTHESSEN|NEWS-Interview.

Die drei ehrenamtlichen Mitarbeiter informieren am Stand auf dem Uniplatz

Die drei ehrenamtlichen Mitarbeiter informieren am Stand auf dem Unipl…

Jürgen Reith, Karin Wingenfeld und Jutta Lindenthal

Jürgen Reith, Karin Wingenfeld und Jutta Lindenthal



Die gemeinnützige Opferschutz-Hilfsorganisation ist ganz zentral auf dem Universitätsplatz beim Polizei-Bistro anzutreffen. Auch Dr. Patrick Liesching ist dort präsent und spricht mit interessierten Besuchern. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern des Weißen Rings, Karin Wingenfeld, Jessica Mohr und Helmut Müller, informiert er vor Ort über die vielen Unterstützungsangebote für Kriminalitätsopfer. "Es kommen häufig Menschen zu uns an den Stand, die ganz offensichtlich etwas Schlimmes erlebt haben, und fragen, an wen sie sich wenden können", sagt Dr. Liesching im OSTHESSEN|NEWS-Interview. Denn viel zu oft stehen in unserer Gesellschaft die Täter im Fokus, das Leid der Opfer wird viel zu häufig übersehen. Beim Weißen Ring bekommen sie persönliche Betreuung, menschlichen Beistand, Zuwendung und Anteilnahme.

Rechts Karin Wingenfeld und Jessica Mohr

Rechts Karin Wingenfeld und Jessica Mohr



Der Weiße Ring ist Deutschlands größte gemeinnützige Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und deren Angehörige. Der staatlich unabhängige Verein finanziert sich primär über Spenden, Mitgliedsbeiträge sowie Bußgelder. Die Hilfsorganisation hat ein deutschlandweites Netz von rund 2.900 ehrenamtlichen Opferhelferinnen und Opferhelfern in mehr als 400 Außenstellen aufgebaut und zählt aktuell rund 44.000 Mitglieder. Für Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien ist der Verein in allen Fragen der Opferhilfe und des Opferschutzes sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner.



Welche Art der Hilfestellung im Einzelfall die jeweils richtige ist, entscheiden die Opferbegleiter in engem Kontakt mit Ärzten, Psychologen, Polizei, Krankenkassen und Sozialverbänden. Mal ist es eine neue Waschmaschine, mal ein Therapieplatz, mal Zuschüsse für medizinische Behandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen. "Wir sind durch die langjährige Arbeit vor Ort gut vernetzt, haben genug Entscheidungsspielräume und suchen nach praktikablen Lösungen - und das funktioniert wirklich gut", ist Lieschings Erfahrung. Bedürftigen schnell effektive Unterstützung geben zu können, ist ein starker Motor, der die haupt- und ehrenamtlichen Helfer des Weißen Rings antreibt. Dr. Liesching will seinen unverzichtbaren Verein auch bei jüngeren Menschen noch bekannter machen: "Die Jungen sind unsere Zukunft", sagt er. (ci)+++