Mit einer besonderen Würdigung hat das Land Hessen den nationalen Veteranentag begangen. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) nutzte eine Veranstaltung auf dem Hessentag in Fulda, um aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten in den Mittelpunkt zu stellen. Neben der Überreichung von Veteranenabzeichen kündigte der Regierungschef auch eine konkrete Anerkennungsmaßnahme an.
Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr erhalten künftig am Wochenende rund um den Veteranentag freien Eintritt in zahlreiche landeseigene Schlösser, Gärten, Museen und Denkmäler. Die Regelung gilt in diesem Jahr am 20. und 21. Juni, da der eigentliche Veteranentag am 15. Juni auf einen Werktag fällt.
Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr erhalten künftig am Wochenende rund um den Veteranentag freien Eintritt in zahlreiche landeseigene Schlösser, Gärten, Museen und Denkmäler. Die Regelung gilt in diesem Jahr am 20. und 21. Juni, da der eigentliche Veteranentag am 15. Juni auf einen Werktag fällt.

Anerkennung für Dienst in Uniform Vor den Gästen in Fulda machte Rhein deutlich, welche Bedeutung der Gedenk- und Anerkennungstag für ihn hat. "Der nationale Veteranentag ist ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für die Frauen und Männer, die unserem Land in Uniform gedient haben oder dienen", sagte der Ministerpräsident.
Dabei verwies er auf die wichtige Rolle der Bundeswehr für die Sicherheit Deutschlands. "Unsere Soldatinnen und Soldaten leisten einen unentbehrlichen Beitrag für die Sicherheit unseres Landes und den Schutz unserer freiheitlichen Ordnung", betonte Rhein.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein


Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (2.v.r.)
"Ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung" Mit dem freien Zugang zu den kulturellen Einrichtungen wolle das Land Hessen seine Dankbarkeit sichtbar machen. "Mit dem freien Eintritt am Veteranentag setzen wir in Hessen ein Zeichen des Respekts und des Dankes", erklärte der Regierungschef. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Bundeswehr stärker in der gesellschaftlichen Wahrnehmung verankert sein sollte: "Unsere Soldatinnen und Soldaten gehören gut sichtbar in die Mitte der Gesellschaft – dazu wollen wir als Hessische Landesregierung beitragen."
Auch Hessens Wissenschafts- und Kulturminister Timon Gremmels (SPD) begrüßte die Initiative. Er stellte den Zusammenhang zwischen dem Dienst der Soldatinnen und Soldaten und dem Erhalt kultureller Werte heraus. "Unsere Schlösser, Gärten, Museen und Denkmäler bewahren das kulturelle Gedächtnis unseres Landes", sagte Gremmels.

Das Hessentagspaar Vera und Max Dudyka


Veteraninnen und Veteranen hätten Verantwortung für zentrale Werte der Gesellschaft übernommen. "Sie sichern damit genau jene Grundlagen, die es ermöglichen, diese Orte zu schützen und für kommende Generationen zu erhalten", erklärte der Minister.

Mehr als nur eine symbolische Geste Aus seiner Sicht sei der kostenfreie Zugang daher mehr als eine symbolische Geste. "Ihnen am Veteranentag den kostenfreien Zugang zu diesen landeseigenen Kultureinrichtungen zu ermöglichen, ist daher ein kleines Zeichen der Anerkennung und verbindet ihren Dienst unmittelbar mit den Werten und der Geschichte unseres Landes."
Der Deutsche Bundestag hatte im April 2024 beschlossen, den 15. Juni als nationalen Veteranentag einzuführen. Ziel ist es, den Einsatz und Dienst aktiver sowie ehemaliger Angehöriger der Bundeswehr stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Nach Angaben des Bundes gibt es seit Gründung der Bundeswehr rund zehn Millionen Veteraninnen und Veteranen in Deutschland.



Wer als Soldatin oder Soldat aktuell dient oder ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden ist, gilt als Veteran und kann von der neuen Regelung profitieren. (pm/Constantin von Butler) +++
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