Der Hessentag in Fulda stand heute ganz im Zeichen der Menschen, die sich Tag für Tag ehrenamtlich für die Sicherheit ihrer Mitbürger einsetzen. Ministerpräsident Boris Rhein und Innenminister Roman Poseck haben beim "Tag der ehrenamtlichen Einsatzkräfte" den rund 80.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Feuerwehren und Hilfsorganisationen für ihren Einsatz gedankt. Gleichzeitig wurden neue Einsatzkräfte aus dem Landkreis Fulda und der Stadt Fulda willkommen geheißen sowie Feuerwehrfahrzeuge und Förderbescheide übergeben.






Ministerpräsident Boris Rhein sagte: "Etwa 80.000 Helferinnen und Helfer engagieren sich in Hessen ehrenamtlich im Brand- und Katastrophenschutz. Viele von uns sehen dabei aber nur einen kleinen Ausschnitt ihrer Arbeit: Blaulicht, Sirene, Uniform. Was wir oft nicht sehen, sind die Jahre der Ausbildung, die unzähligen Übungsstunden, die Nächte ohne Schlaf und die Bereitschaft, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit aufzumachen, um zu helfen. Die Helferinnen und Helfer im Brand- und Katastrophenschutz haben sich nicht irgendein Ehrenamt ausgesucht. Sie haben sich für eines der anspruchsvollsten Ehrenämter entschieden, die es gibt. Ihr Einsatz ist nicht selbstverständlich. Und er ist unentbehrlich. Dafür danke ich herzlich."






Innenminister Roman Poseck führte aus: "Die Frauen und Männer im Brand- und Katastrophenschutz leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit in unserem Land. Sie helfen Menschen in schwierigen Situationen, übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen und stehen bereit, wenn andere Unterstützung brauchen. Dieses Engagement erfolgt ehrenamtlich und häufig neben Beruf, Familie und privaten Verpflichtungen. Das verdient größten Respekt und besondere Anerkennung. Es ist daher unbegreiflich, dass Einsatzkräfte immer häufiger Opfer von Angriffen werden. Im Jahr 2025 wurden in Hessen 181 Rettungskräfte und 23 Feuerwehrleute Opfer von Gewalt. Diese Angriffe sind absolut inakzeptabel und aufs Schärfste zu verurteilen. Die Frauen und Männer verdienen unsere volle Anerkennung und unseren Respekt. Wir müssen unsere Einsatzkräfte besser schützen.






Deshalb hat die Landesregierung bereits im Jahr 2024 reagiert und ein Respekt-Paket mit verschiedenen Maßnahmen zur Anerkennung und Wertschätzung geschnürt. Ich unterstütze auch ausdrücklich, dass die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg bringen will, um den Strafrahmen bei Übergriffen auf Einsatzkräfte zu verschärfen. Die Initiative greift Forderungen auf, die Hessen schon seit längerem vertritt, darunter der Vorschlag, das Mindeststrafmaß bei tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte von drei auf sechs Monate zu erhöhen. Wir werden auch in Zukunft alles tun, um unsere Einsatzkräfte zu schützen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen."






Der "Tag der ehrenamtlichen Einsatzkräfte" wurde im Jahr 2023 ins Leben gerufen, um die Bedeutung des Ehrenamts im Brand- und Katastrophenschutz sichtbar zu machen und die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, die diese wichtige Aufgabe tragen. Auf dem Hessentag werden dazu traditionell neue Feuerwehrangehörige und Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen aus dem gastgebenden Landkreis begrüßt. Gemeinsam mit ihren Ausbilderinnen und Ausbildern sowie ihren Familien stehen sie stellvertretend für das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Hessen. (ms/pm) +++
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