Mit dem Tag der ehrenamtlichen Einsatzkräfte liegt der Fokus also auf genau denjenigen, die dieses fantastische Landfest so sicher wie möglich machen. Neben Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Innenminister Roman Poseck (CDU) auch Landrat Bernd Woide (CDU), Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) sowie Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, Benedikt Kuhn (CDU), vor Ort. Doch im Fokus stehen selbstverständlich allerlei Rettungsorganisationen, deshalb sind beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Malteser und das Technische Hilfswerk (THW) mit dabei.

Holger Radmann ist ein Brigadegeneral der Luftwaffe der Bundeswehr.


Ministerpräsident Boris Rhein.


Innenminister Dr. Roman Poseck (CDU).

Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, Benedikt Kuhn (CDU).
Holger Radmann, Brigadegeneral der Luftwaffe der Bundeswehr, richtete sich in seiner Ansprache direkt an die Einsatzkräfte: "Ihr Engagement ist nicht selbstverständlich, aber dafür unverzichtbar." Die Aufgabe für alle Beteiligten sei für ihn klar: "Schutz der Stabilität und unserer freien demokratischen Werte ist die Aufgabe von uns allen.
"Ein Garant für unsere Sicherheit"
Oberbürgermeister Wingenfeld lobte im Festzelt den Rahmen der Veranstaltung: "Der Hessentag hat die Zielsetzung, Menschen zusammenzuführen. Eine freiheitliche Gesellschaft lebt von Großveranstaltungen, bei denen Menschen zusammenkommen. Doch das wird immer herausfordernder in unserer Welt mit Bedrohungslagen. Daher ist es mir ein wichtiges Anliegen, Danke an die Feuerwehren und Hilfsorganisationen zu sagen. Sie sind diejenigen, die überhaupt ermöglichen, dass wir den Hessentag so feiern können." So ist der Tag für ihn mehr als eine Geste. "Er ist ein Bekenntnis unserer Grundwerte. Symbolhaft sollen die geehrt werden, im Landkreis der Stadt, die sich den Herausforderungen gestellt haben", so Wingenfeld.
Das Hessentagspaar Max und Vera Dudyka. | Foto: Christian P. Stadtfel…




Vera Dudyka.

In seiner Ansprache hob er die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr hervor und machte klar: "Im Kern wären wir nichts ohne das Ehrenamt. Das gilt für alle Hilfsorganisationen." Auch die Bundeswehr gehört für ihn in die Mitte der Gesellschaft - das wird dadurch gezeigt, dass dieser Tag im Zelt der Bundeswehr angemessen geehrt wird. "Hier vor Ort sind sie, die Feuerwehr und Hilfsorganisationen zusammen mit der Polizei, ein Garant für unsere Sicherheit", würdigt der Oberbürgermeister. Abschließend sagte er: "Was Zivilschutz angeht, können wir das nur gemeinsam schaffen. Und das ist heute ein öffentlicher Schulterschluss."






Oberbürgermeister Wingenfeld lobte im Festzelt den Rahmen der Veransta…
Anschließend meldete sich auch Landrat Woide zu Wort: "Heute geht es auch um das Thema Sicherheit. Das hat immer etwas mit Verantwortung zu tun. Und da spielt das Ehrenamt eine entscheidende Rolle. Der Landkreis Fulda ist ein Musterbeispiel für das Ehrenamt. Das dauert, es hat mit Unterstützung und Verantwortung der Kommunen zu tun. Aber es geht nicht nur um Sicherheit, sondern auch um Kultur – ein perfektes Beispiel sind die Feuerwehrkapellen, die hier gespielt haben."
Ehrenamtliche Einsatzkräfte heute wichtiger denn je
"Wir ehren diejenigen, die tagtäglich für uns einstehen, mit Mut, mit Tatendrang und Einsatzbereitschaft, und das ist heutzutage wichtiger denn je", hob Ministerpräsident Rhein hervor. Dabei sei eins besonders entscheidend: "Was für ein großes Glück, dass irgendwo immer jede Nacht Hunderte aufstehen, Menschen helfen, unterstützen und niemand allein ist, wenn er in Not ist."

Landrat Woide zu Wort: "Heute geht es auch um das Thema Sicherheit. Da…



Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Landrat Bernd Woide. | Foto…

Das Ehrenamt sei nicht das Einfachste, was man sich hätte aussuchen können, doch sie alle seien für Rhein unverzichtbar. "Dafür danken wir. Aber das alles würde ohne die Angehörigen, die Familie und die Freunde nicht gehen, die den Rücken stärken, mal verzichten, aber auch sich Sorgen machen." Was dabei oft in Vergessenheit gerät, aber für den Ministerpräsidenten entscheidend ist: "Hinter jedem Einsatz stehen Menschen, die das möglich machen."


Christian P. Stadtfeld, Chefredakteur und Geschäftsführer von OSTHESSE…


Claudia Brandes, Bürgermeisterin von Petersberg.


Das Besondere: In diesem Jahr wird nicht nur der Hessentag gefeiert, sondern auch 80 Jahre Hessen. "Und das geht nur durch unseren gelebten Zusammenhalt. Das ist ein Land, das nicht wegschaut, das anpackt und füreinander einsteht", lobte der Ministerpräsident. "Ein solcher Hessentag wäre ohne unser Ehrenamt hier in der Region nicht denkbar. Die Zahlen dafür: 400 Angehörige der Einsatzabteilungen, mehr als 250 Mädchen und Jungen aus 16 Kinder- und Jugendfeuerwehren, sowie 15 Feuerwehren aus Fulda und seinen Stadtteilen helfen hier mit. Das sind außergewöhnliche Zahlen, die eine Anerkennung verdient haben." Daraufhin überreichte der Ministerpräsident zusammen mit dem Innenminister eine Dankesurkunde an Feuerwehrchef Thomas Helmer - stellvertretend für alle Feuerwehren in Fulda.






Diese Dankbarkeit wird nicht nur verbal, sondern auch finanziell gezeigt. So sagte Rhein auf der Bühne: "21 Millionen Euro konnten wir in Feuerwehrautos und Ähnliches investieren. Wir nehmen bundesweit eine der Spitzenpositionen ein - und das ist zeitgleich ein Versprechen an das Ehrenamt. Danke für Mut, Ausdauer und Mitmenschlichkeit, was sie jeden Tag - nicht für sich - sondern für andere tun. Sie können sich auf uns verlassen: Das Land steht hinter Ihnen!"
"Das ist Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe"
Innenminister Poseck betonte die leistungsfähigen und engagierten Feuerwehreinsätze. "Osthessen ist, was den Brand- und Katastrophenschutz angeht, hervorragend aufgestellt und Impulsgeber für unser Bundesland." Feuerwehr bedeute gesellschaftlicher Zusammenhalt, denn da ziehen alle an einem Strang. Da gehört für Poseck auch die Feuerwehr-Musik dazu, denn sie bringe Freude in die Gesellschaft.





Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehren erhielten ihre verdiente Wertschätzung. "Es ist etwas Besonderes in unserer heutigen Zeit, dass Kinder- und Jugendfeuerwehren steigende Mitgliederzahlen haben. Diese Mitglieder werden in ein paar Jahren die Mitglieder der Feuerwehren werden, die für unsere Sicherheit verantwortlich sind. Alle, die sich da engagieren, engagieren sich auch in mehreren Organisationen. Das ist nicht selbstverständlich und denen gebührt unser Dank, unser Respekt und unsere Anerkennung."
Steigende Angriffe auf Einsatzkräfte: "Wir müssen die Schützen, die uns schützen!"
Doch leider ist nicht alles positiv: "Wir erkennen aktuell eine steigende Tendenz bei Angriffen gegen Polizei, Feuerwehr oder Rettungsorganisationen . Das ist eine unerträgliche Entwicklung. Wir müssen die Schützen, die uns schützen!" Dabei wurde Poseck ganz konkret: "Wer Einsatzkräfte angreift, gehört aus meiner Sicht streng und konsequent bestraft. Deswegen treten wir auf Bundesebene für eine Strafverschärfung ein und wollen die Mindeststrafe erhöhen. Aus meiner Sicht gehört jeder ins Gefängnis, der Einsatzkräfte angreift."





Bei der Veranstaltung wurde eines besonders spürbar: Ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen wäre ein Fest wie der Hessentag nicht denkbar. Sie sind es, die Sicherheit, Zusammenhalt und Menschlichkeit sichtbar machen - Werte, die Hessen seit 80 Jahren prägen. Während draußen weiter gefeiert wird, hallt im Zelt der Bundeswehr ein starkes Signal nach: Dieses Land steht zusammen - und es steht hinter denen, die für andere einstehen. (mis) +++
Weitere Bilder
































Foto: Christian P. Stadtfeld

Foto: Christian P. Stadtfeld

Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, Benedikt Kuhn, gemeinsam mi…

Foto: Christian P. Stadtfeld

Foto: Christian P. Stadtfeld





















































