Hessentag 2026 in Fulda

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24/7 für die Zukunft mit KI: Digitalministerin Sinemus über Nutzen und Chancen

Die Digitalministerin Professorin Dr. Kristina Sinemus und Willi Weitzel (links) im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS-Chefreporter Hans-Hubertus Braune | Fotos: Felix Weigl / Archivbilder: Hans-Hubertus Braune


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Dreier O|N-Talk mit Willi wills wissen

24/7 für die Zukunft mit KI: Digitalministerin Sinemus über Nutzen und Chancen

Professorin Dr. Kristina Sinemus (62, CDU) hat sich national wie international einen herausragenden Ruf erarbeitet und bewirkt mit ihrer präsenten Arbeitsweise die gewünschte Aufmerksamkeit für das eminent wichtige Thema KI. Die Künstliche Intelligenz hat ihren festen Platz in unserem Leben.

Deren Nutzen müsse allerdings noch stärker in der Gesellschaft ankommen, ohne die Gefahren auszublenden.

Die hessische Digitalministerin Professorin Dr. Kristina Sinemus (62, CDU) hat ein konkretes Ziel und kämpft mit auffallend intensiver Leidenschaft dafür: Sie will die Künstliche Intelligenz für den Menschen erlebbar machen, will den Nutzen in den Alltag bringen und die Ängste nehmen. Seit zwei Jahren tourt sie deshalb gemeinsam mit dem bekannten Fernsehmoderator Willi Weitzel aus der ARD-Serie "Willi wills wissen" mit einem - wie sie selber sagt - Wanderzirkus über die Marktplätze des Landes.

Überwältigt von der Resonanz

"Wir waren überwältigt von der Anzahl der Menschen, die zu uns kommen und sich informieren wollen", sagt die Digitalministerin. Beim 63. Hessentag in Fulda hat sie gemeinsam mit Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sogar eine eigene KI-Welt im Untergeschoss des Konzepthauses Karl inmitten der Hessentagsstraße initiiert. Diese wurde am Freitag wie berichtet unter großem Zuschauerinteresse eröffnet. Auf 1.500 Quadratmetern zeigen mehr als 20 Ausstellerinnen und Aussteller mit ihren Anwendungen, was heutzutage bereits möglich ist.

Pepper ist beim Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Fulda im Einsatz

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Sinemus stellt in unserem exklusiven OSTHESSEN|NEWS-Gespräch mehrfach in den Fokus: KI soll dem Menschen nutzen. Ihre klare Haltung: "Wir dürfen uns nicht überreglementieren, nicht überbürokratisieren. Wir müssen den Menschen, die durch ihre Innovation für unsere Zukunft denken, mehr vertrauen. Das alles im Einklang des europäischen Wertesystems."

Übersetzen, tanzen und Gefahren abwehren

Ein paar Beispiele, welche bis einschließlich Sonntag beim Hessentag in der KI-Welt im Karl täglich von zehn bis 19 Uhr zu sehen sind: Der Roboter, der als Übersetzer in Ausländerbehörden arbeitet und als Funfact während des Hessentages sogar "hessisch" gelernt hat. Oder der Avatar, der beim Projekt des Universitätsklinikums Gießen und Marburg in den Notaufnahmen die Standardaufgaben wie Patientenerfassung und eine Erstaufnahme durchführt und so die Wartezeiten deutlich verkürzt und die Mitarbeiter entlastet. Oder Pepper, der in den Senioreneinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Fulda mit den Bewohnern Lieder singt, tanzt und bei Kreuzworträtseln Tipps gibt. Aber auch in der Überwachung der Quallenzucht und beim Roboterhund, welcher für die Einsatzkräfte in gefährliche Lagen vordringt und somit die Kräfte schützt, ist die KI nützlich.

Übersetzung ist eine große Unterstützung zum Beispiel in Ausländerbehörden

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Diese digitalen Hunde können beispielsweise in gefährlichen Lagen eingesetzt werden

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Sinemus und Weitzel erklären gemeinsam im Interview mit O|N-Chefreporter Hans-Hubertus Braune, was ihnen besonders wichtig ist: "Wir wollen den Menschen vermitteln, dass KI und Digitalisierung den Menschen Alltagsnutzen bringen und so erlebbar werden." Weitzel sieht sich dabei als Brückenbauer: "Wir machen das ja nun schon seit zwei Jahren. Ich spüre in den Statements der Bürger eine immer größere Aufgeschlossenheit. KI wird selbstverständlicher", sagt er und sieht die Pionierarbeit auf den Marktplätzen als einen wesentlichen Baustein.

Der in Marburg geborene Weitzel stammt aus Stadtallendorf und ist gerade auch bei den jüngeren Generationen Kult. Er tourt etwa durch Deutschland und ist ein gefragter Referent auf Messen und Ausstellungen. In Sachen KI begeistern ihn die Dinge, die Menschen retten und beschützen. Sorgen bereitet ihm der Missbrauch etwa in der kreativen Welt, in der die Möglichkeiten der Digitalisierung falsch ausgenutzt werden. Hier gilt es, eine Lösung zu finden.

KI-Welt etablieren

Auch darum geht es in der KI-Welt: die Entwickler und Gründer in den Dialog mit den Bürgern und der Politik zu bringen. Gemeinsam Lösungen zu finden, Hemmschwellen abzubauen und die positiven Potenziale im Kontext der durchaus vorhandenen Angriffspunkte auszuarbeiten. "Ich wünsche mir, dass die Menschen aus der KI-Welt-Ausstellung kommen und sagen: "Das hat mir einen Nutzen gebracht", sagt die Digitalministerin. Und dass junge Menschen ermuntert werden, die KI für die eigene Gründung von Unternehmen zu nutzen. Sie will die KI-Welt zu noch größeren Zukunftswelten führen.

Wer die hessische Digitalministerin auf ihren Touren erlebt, spürt, mit wie viel Leidenschaft, Antrieb und Motivation sie die Menschen mitnehmen möchte. Nicht jedem gefällt das, aber damit kann sie gut leben - sie ist eine überzeugte Kämpferin für den Nutzen der künstlichen Intelligenz für die Menschen der Gegenwart und Zukunft. (Hans-Hubertus Braune) +++