Mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtpfarrkirche ist am Freitagabend die Hessentagskirche offiziell eröffnet worden. Erstmals tragen die katholische und die evangelische Kirche das Projekt gemeinsam. Unter dem Motto "Im Herzen eins" soll die Kirche während des Hessentags ein Ort der Begegnung, des Glaubens und des Austauschs sein.
Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft kamen zur Eröffnung in die festlich gestaltete Stadtpfarrkirche. Mittelpunkt ist eine multimediale Inszenierung, bei der die Künstlerin Debora Ochoa als "Herzdame" biblische Geschichten auf ungewöhnliche Weise erlebbar macht.
Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft kamen zur Eröffnung in die festlich gestaltete Stadtpfarrkirche. Mittelpunkt ist eine multimediale Inszenierung, bei der die Künstlerin Debora Ochoa als "Herzdame" biblische Geschichten auf ungewöhnliche Weise erlebbar macht.

Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft feierten gemeins…
Licht, Musik und Kunst schaffen besondere Atmosphäre Schon beim Betreten wurde deutlich, dass die Hessentagskirche mehr sein möchte als ein klassischer Veranstaltungsort. Lichtinstallationen, Musik und moderne künstlerische Elemente verwandelten die Kirche in einen Erlebnisraum, der zum Nachdenken und Verweilen einlädt. Die Besucher erwartete ein Programm, das Spiritualität und Gegenwart miteinander verbindet.

Mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtpfarrkirche wurde d…

Ministerpräsident Boris Rhein würdigt die gemeinsame Verantwortung von…

Licht, Musik und moderne Kunst schufen bei der Eröffnung der Hessentag…
Bischof Dr. Michael Gerber des Bistums Fulda erinnerte daran, wie viel Arbeit und Engagement hinter dem Projekt steckt. "Hinter uns liegen Jahre eines kreativen Prozesses", sagte er. Zugleich richtete er den Blick nach vorn: "Sie dürfen sich in den nächsten Tagen überraschen lassen."



Gemeinsame Verantwortung als starkes Signal Die gemeinsame Verantwortung von katholischer und evangelischer Kirche zog sich wie ein roter Faden durch die Eröffnungsfeier. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen sei das ein wichtiges Signal. "Wir stehen auf einem gemeinsamen Fundament. Das ist die Botschaft, die unsere Gesellschaft aktuell braucht", betonte Gerber.
Auch Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hob die Bedeutung des Mottos hervor. Die Idee von "Im Herzen eins" sei mehr als nur ein Leitspruch für den Hessentag. Vielmehr gehe es um die Erfahrung, dass Menschen trotz unterschiedlicher Sichtweisen miteinander verbunden sein können. "Da, wo Menschen einander zuhören, erleben sie: Wir sind im Herzen eins", sagte Hofmann. Sie ergänzte: "Kirche wird lebendig, wo wir gemeinsam glauben und gemeinsam hoffen."



Ministerpräsident würdigt ökumenisches Miteinander Dass die ökumenische Zusammenarbeit weit über die Kirchen hinaus Aufmerksamkeit erzeugt, zeigte der Besuch von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU). Er lobte das gemeinsame Engagement der Kirchen und die besondere Rolle der Hessentagskirche im Gesamtprogramm des Landesfestes.



"Dass die Kirchen zusammen die Hessentagskirche tragen, ist einzigartig", sagte Rhein. Für ihn passe das Motto hervorragend zum Landesfest: "Im Herzen eins - damit ist der Ton für den Hessentag gesetzt." Der Regierungschef betonte zudem die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts. "Es braucht Orte wie diese, in denen man eine Verbundenheit spürt", erklärte er. Seine Hoffnung: "Im Herzen eins sollte eine Botschaft über den Hessentag hinaus sein."

Wingenfeld zeigt sich tief beeindruckt Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld zeigte sich bewegt von der Eröffnung. Die Stadtpfarrkirche sei durch die künstlerische Gestaltung kaum wiederzuerkennen und gewinne zugleich neue Strahlkraft. "Ich bin zutiefst dankbar, dass wir die Kirche so sichtbar machen", sagte Wingenfeld. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Atmosphäre des Abends: "Die Eröffnung der Hessentagskirche berührt mich sehr."



Für das Fuldaer Hessentagspaar Vera und Max Dudyka war die Veranstaltung auch ein persönlicher Moment. Die Stadtpfarrkirche spielt in ihrem Leben eine besondere Rolle. "Wir haben hier geheiratet - hier wurde unsere Tochter getauft", erinnerte Max Dudyka.
Seine Frau Vera brachte die Botschaft des Abends schließlich auf den Punkt: "Uns verbindet mehr als uns trennt." Genau dieses Gefühl war bei der Eröffnung der Hessentagskirche in Fulda spürbar. (Constantin von Butler) +++
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