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Wie ein Fuldaer Sternekoch Hessens Nationalgericht vor 13 Jahren neu erfand

Christian Steska aus Fulda hat Hessens Nationalgericht "Grüne Sauße" neu erfunden. | Fotos: Wolfgang Zlodej


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Grüne Sauce 2.0

Wie ein Fuldaer Sternekoch Hessens Nationalgericht vor 13 Jahren neu erfand

Pünktlich zur Grüne-Sauce-Saison und zum Hessentag in Fulda serviert Sternekoch Christian Steska sein legendäres Signaturgericht in komplett neuer Version - und verschenkt das Rezept an seine Gäste.

Während ganz Hessen zur Grüne-Sauce-Saison traditionell Eier, Kartoffeln und die sieben Kräuter auf den Tisch bringt, geht ein Fuldaer Küchenchef seit 13 Jahren einen völlig anderen Weg: Christian Steska serviert die Frankfurter Grüne Sauce als Eis. "Ich bezeichne mich stolz als Erfinder des Grüne-Sauce-Eises", sagt der Michelin-prämierte Chef. Seit der Eröffnung seiner Tastekitchen in der Fuldaer Nonnengasse gehört das ungewöhnliche Gericht fest zur Karte - mal als Amüse-Gueule, mal als eigenständiger Gang zusammen mit Welsfilet und Rhöner Blutwurst.

Tatsächlich stützen die verfügbaren Quellen seinen Anspruch: Eine Recherche ergibt keine frühere Erwähnung von Grüne-Sauce-Eis in der deutschen Gastronomie. Bereits eine Tripadvisor-Bewertung aus dem September 2015 - weniger als zwei Jahre nach der Eröffnung - erwähnt das Gericht namentlich. 2017 berichteten das Frankfurter Stadtmagazin STADTKIND und OSTHESSEN|NEWS erstmals einem breiteren Publikum davon. Wer das Grüne-Sauce-Eis vor Christian Steska auf die Karte gesetzt hat? Diese Frage bleibt bis heute unbeantwortet.

Wie kommt man auf Blutwurst, Wels und Grüne Sauce? "Der Ausgangspunkt war ein alter Klassiker: Zander mit Blutwurst und Sauerkraut", erzählt Steska. "Mir hat die Kombination Fisch und Blutwurst gefallen. Aber man kann Blutwurst nicht einfach auf einen edlen Fisch wie Heilbutt setzen - man braucht einen Gegenspieler."

So kam der Wels ins Spiel: ein eher unscheinbarer Fisch, aber mit genau den richtigen Eigenschaften -fettig, etwas gröber, intensiv im Geschmack. Der perfekte Partner für die kräftige Blutwurst. Dann kam die Grüne Sauce dazu - und mit ihr ein kreativer Kniff: "Warum nicht einen Kartoffelschaum machen, der dem Gericht die Schwere nimmt? Und Grüne Sauce kalt - also kann es ja auch Eis sein. Und schon hat man ganz klassische Komponenten neu, modern und interessant interpretiert."

Grüne Sauce 2.0 - das neue Hessentag-Menü

Pünktlich zum Hessentag (12.–21. Juni 2026) und zur Hochsaison der sieben Kräuter hat Steska seinem Signaturgericht ein Upgrade verpasst. Die bewährte Kombination aus Welsfilet, Rhöner Blutwurst und Grüne-Sauce-Eis wird nun mit Karotte, Schwarzkümmel und Mimolette-Käse verfeinert. Abgerundet wird das Gericht durch eine Beurre Blanc mit Aprikosen-Brandy - eine Komposition, die hessische Tradition und internationale Finesse auf den Punkt bringt.

Das Besondere für die Gäste: Jeder bekommt das Rezept für das Grüne-Sauce-Eis samt Anleitung zum Mitnehmen. Und wer möchte, kann in der offenen Küche direkt beim Chef persönlich nach Tipps und Kniffen fragen - ein Erlebnis, das die Tastekitchen in der deutschen Sterneküche einzigartig macht.

FAKTEN AUF EINEN BLICK

Restaurant: Christian & Friends Tastekitchen, Nonnengasse 5, 36037 Fulda
Küchenchef: Christian Steska
Grüne Sauce 2.0: Welsfilet | Rhöner Blutwurst | Grüne-Sauce-Eis | Karotte | Schwarzkümmel | Mimolette | Beurre Blanc mit Aprikosen-Brandy
Saison: Grüne-Sauce-Saison (Frühjahr/Sommer) | Hessentag: 12.–21. Juni 2026
Hessentag-Special: 5-Gang-Menü für 99 € pro Person | 12.–21. Juni 2026 | Lunch 12:00 + Dinner 18:00 Uhr
Regulär: Mi + Do: Midweek Dinner ab 79 € | Fr + Sa: Signature Dinner ab 139 € | 19:00 Uhr
Besonderheit: Offene Küche - Gäste schauen dem Team beim Kochen über die Schulter
Reservierung: christianandfriends.de | 0159 063 015 46 +++

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