An allen drei Tagen wurden Trachtentänze, große Sportwettkämpfe und Dauerausstellungen geboten. Bei strahlendem Sommerwetter krönte der Festumzug mit hundert Motivwagen, Trachten- und Musikgruppen die ereignisreiche Veranstaltung, die von da ab bis heute jährlich stattfinden sollte. Über 9.000 Personen nahmen am Festzug teil. Der erste Hessentag übertraf alle Erwartungen und war insgesamt so erfolgreich, dass sich schon während des Festes mehrere hessische Städte als Nachfolge-Ausrichter für das nächste Hessenfest bewarben. Den Zuschlag für den zweiten Hessentag bekam Michelstadt im Odenwald.
Das folgende Zitat des damaligen Ministerpräsidenten zeigt anschaulich, welche hohe Bedeutung der Hessentag für die Landesregierung hatte. "Wir alle wissen, wie schwer der Verlust der Heimat ist, und empfinden deshalb mit unseren Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die hier bei uns in Hessen ein neues Zuhause fanden, das für sie zur neuen, zweiten Heimat wurde. Deshalb habe ich in dieser Stunde den Wunsch, dass der Hessentag zu einer neuen, lebendigen Tradition unseres Landes werden möge. Nichts, glaube ich, ist gegenwärtig in der Zerrissenheit und Unruhe in der Welt wichtiger, als sich einen Standort zu suchen. Dieser Standort kann nur die engere Heimat sein, die für uns Hessen heißt; Hessen heißt für alle, die hier leben, denn Hesse ist, wer Hesse sein will", erklärte Zinn nicht ohne Pathos und betonte, der Geist der Freiheit, der Toleranz und des echten Staatsbewusstseins solle so gepflegt werden.
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"Das bedeutendste Fest, das jemals in Alsfeld gefeiert wurde", heißt es in dem wunderbaren Beitrag des HR vom 3. Juli 1961 | Alle Fotos: hr Retro

Der große Festumzug mit hundert Fußgruppen und Wagen lockte über 40.000 Besucherinnen und Besucher in die Fachwerkstadt

Ministerpräsident Georg-August Zinn (SPD) wollte mit dem Hessentag ein Gemeinschaftsgefühl in dem jungen Bundesland schaffen


Der Festzug war von Anfang an ein fester Bestandteil des Hessentages | Quelle: Hessisches Hauptstaatsarchiv

Begeistert applaudiert Ministerpräsident Georg-August Zinn, dessen Idee der Hessentag war


Prost! Weinprobe mit der Weinkönigin

"Der Frankfurter Wecker", eine sehr beliebte Radiosendung des HR wurde von Moderator Otto Höpfner live aus Alsfeld übertragen



Bill Ramsey gab seine Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe zum besten.








Eine besondere Attraktion des 1. Hessentages war das Schachspiel mit lebenden Figuren

Schüler des Alsfelder Albert-Schweitzer-Gymnasiums präsentierten sich als Schachfiguren


















































