Sportler engagieren sich in Vereinen für die Region - auch zum Hessentag | Fotos: O|N / Marvin Myketin
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"Festival des Sports"
Sportvereine wachsen: Ehrenamt und große Bühne beim Hessentag
Sport ist gut für Geist und Körper - das ist klar. Aber auch der Sport braucht ehrenamtliche Unterstützung und lebt vor allem von Vereinsarbeit. Bei der Mitgliederversammlung des Sportverbands Stadt Fulda am Mittwochabend ging es genau darum und dabei wurde klar, dass die Vereine eine ganze Menge nicht nur für sich selbst, sondern für die Gesellschaft, für Inklusion und vor allem auch für die Region tun. Auch am Hessentag werden die Vereine des Landkreises mit dem Festival des Sports zeigen: "Wir sind Fulda".
Der Sportverband Stadt Fulda ist die "Dachorganisation der Fuldaer Sportvereine". Er vertritt die Interessen der 82 städtischen Sportvereine mit immerhin 27.045 Mitgliedern (Stand: 22. April 2026), die 48 hessischen Sportfachverbänden angeschlossen sind, und umfasst neun verschiedene Sportarten. Die Zahl der Mitglieder stieg seit 2022 somit um über 2.500 Mitglieder an – eine beachtliche Zahl.
Viele Vertreter von Vereinen kamen zur Mitgliederversammlung.
Vereine unterstützen Hessentag mit "Festival des Sports"
Besonders spannend wird für die Vereine aus Fulda und der Region natürlich auch der bevorstehende Hessentag. Bei der Highlight-Veranstaltung im Juni bleibt mit dem von den Fuldaer Vereinen organisierten "Festival des Sports" kein Wunsch offen. Auf rund 5.900 Quadratmetern Fläche nahe dem Johannisau-Stadion bietet sich genügend Platz, um wirklich jeglichem Sportfan die Möglichkeit zu geben, sich nicht nur zu zeigen, sondern auch aktiv zu werden.
Bürgermeister und Sportdezernent Dag Wehner
Harald Piaskowski, Vorsitzender des Sportkreises Fulda-Hünfeld.
Es gibt nicht nur einen Baseball-Käfig, eine Skisprung-Schanze oder einen Kletterturm zu erleben, sondern auch ein "Turn Warrior"-Parcours, wie man ihn oft nur aus dem Fernsehen kennt, wird aufgebaut. Dort können sich junge, aber auch erfahrene Sportler ausprobieren und die Grenzen ihrer Griffkraft sowie Balance testen. Finanziert wird der Parcours von der Stadt Fulda und ist somit für alle Interessierten kostenfrei nutzbar. Am Fuldaer Aueweiher bietet sich außerdem die Möglichkeit, bei Wasserlandungen von Sportflugzeugen live dabei sein zu können.
Steigende Mitgliederzahlen und starkes Engagement
Etwas, was sich in den letzten Jahren weiterhin positiv abzeichnet, sind die seit Jahren kontinuierlich steigenden Mitgliederzahlen in den Sportvereinen Fuldas. Seit 2022 steigen sowohl beim Sportkreis Fulda-Hünfeld als auch beim Sportverband Stadt Fulda kontinuierlich die Zahlen. Das zeigt, dass sich die Leute weiterhin gerne in Vereinen der Region einbringen, sei es als aktiver Sportler oder auch einfach als im Hintergrund agierendes Vereinsmitglied - jeder Ehrenamtler zählt hierbei. Auch Bürgermeister Dag Wehner (CDU) stellte die Entwicklung positiv heraus und bedankte sich dementsprechend nicht nur für die Einladung zur Versammlung, sondern auch vor allem für das Engagement der Vereine.
Das Engagement der Vereine ist ein wichtiger Grundbaustein der Region
Auch im Bereich der Integration und Inklusion bringen sich die Vereine weiterhin stark ein. Mit Programmen wie "Sport gewinnt" integriert die Sportjugend Hessen beispielsweise Migranten dabei, sich aktiv in Vereinen einzubringen und mitzugestalten. Aber auch das vor kurzem durchgeführte Sportcoach-Einmaleins mit Markus Wehenkel, bei dem Teilnehmer mit frischem Wissen über den Sportcoach-Alltag ausgestattet wurden, zeigt, dass sich nicht nur auf dem Platz oder in der Halle, sondern auch außerhalb aktiv engagiert wird.
Fördermöglichkeiten werden zu oft liegen gelassen
28 Sporthallen und 47 Sportplätze müssen selbstverständlich auch finanziert und gefördert werden. "Wir stehen da vor einer großen Aufgabe", erklärte Wehner. Man werde aber stets dafür kämpfen, den Sport in der Region weiterhin aktiv zu unterstützen. Dafür bedankte sich auch Vorstandsvorsitzender Harald Piakowski, der betonte, dass insbesondere in Fulda die Unterstützung für die Vereine sehr groß sei.
Dennoch nutzen trotz der vielfältigen Möglichkeiten zur Förderung viele Vereine nicht die ihnen gegebenen Kapazitäten. "Es macht Sinn, sich damit zu befassen", betonte Piakowski eindringlich und verwies darauf, sich immer mit den aktuellen Möglichkeiten der Förderung auseinanderzusetzen. Jährlich bleiben hier tausende Euro ungenutzt, was auf die Unwissenheit vieler Vereine über Förderkapazitäten zurückzuführen sein könnte.
Die Versammlung zeigte einmal mehr deutlich, dass Vereinsarbeit und vor allem ehrenamtliches Engagement auch im Bereich des Sports ungemein wichtig für die Region und die Menschen ist. Die Arbeit der Sportvereine zeigt eine positive Bilanz und dass sie weiterhin unterstützenswert bleibt. Mit der Arbeit am Hessentag wird zudem klar, dass es wichtig ist, auch der Welt zu zeigen, wer man ist, und insbesondere, was man für die Gesellschaft tut. (pg)+++
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Fördermöglichkeiten müssen wahrgenommen werden, betont der Vereinsvorstand
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