Dr. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister der Stadt Fulda, begrüßte die erschienenen Gäste. "Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind zu dieser, wie ich meine, besonderen Ausstellung." Diese sei ein Gemeinschaftswerk, wie es sich anlässlich des Hessentags als Landesfest gehöre.
"Hessen ist keine Gebietskulisse, wo man eine über hunderte Jahre einheitliche Kultur hat, sondern ist künstlich gebildet - und umso größer ist die Herausforderung, ein demokratisches Einheitsgefühl zu schaffen", hob der OB hervor. Wie ist unser Land entstanden? Wie ist unsere Stadt entstanden? Das seien Fragen, mit denen sich die Ausstellung beschäftige. "Zukunft braucht Herkunft" - auch so könne die Unterzeile heißen.
Verwaltungsmodernisierung heute äußerst wichtig
Das Hessische Ministerium des Innern für Sicherheit und Heimatschutz hat die Ausstellung um einen eigenen Beitrag zur hessischen Verwaltungsgeschichte erweitert. Andreas Monz, Leiter der Zentralabteilung, überbrachte die Grußworte des Hauses. Die Bedeutung von Verwaltung, so Monz, werde oft erst dann sichtbar, wenn etwas nicht funktioniert - dabei begegne sie uns täglich, ob in der öffentlichen Sicherheit, beim Umweltschutz oder bei digitalen Behördengängen. Aktuelle Studien zeigten, dass nur noch rund 30 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Staat und Verwaltung großes Vertrauen schenkten. Umso wichtiger sei Verwaltungsmodernisierung - sie stärke nicht nur Effizienz und Servicequalität, "sondern letztlich auch das Vertrauen in unsere Demokratie und in unseren Staat."Aktenrettungssack zur digitalen Verwaltung
Sein persönliches Highlight in der Ausstellung sei der Aktenrettungssack: Beamte waren früher angehalten, im Notfall zuerst die Akten durchs Fenster in Sicherheit zu bringen - und sich danach selbst. Sein Teil der Ausstellung nehme die Besucher "mit auf eine Reise durch acht Jahrzehnte Verwaltungsgeschichte" und zeige eindrücklich, wie sich Verwaltung verändert hat - vom Aktenrettungssack zum digitalen Arbeiten, von Lochkarten zum Großrechner. "Unsere Verwaltung muss ihre Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit immer aufs Neue unter Beweis stellen."Das Gefühl: "Ach, so war das!"
Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums Fulda, führte in die Ausstellung ein. "Heute sind wir in Fulda froh und stolz, Teil eines starken Hessens zu sein", betonte er - und erinnerte zugleich daran, dass das keineswegs immer selbstverständlich gewesen sei. In einem kurzweiligen Streifzug durch acht Jahrzehnte ließ Verse bedeutende Momente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport Revue passieren - von der Staatsgründung 1946 bis in die Gegenwart. Die Bilder und Exponate laden dazu ein, Geschichte neu zu entdecken, mit dem neuen oder vertrauten Gefühl: "Ach, so war das."Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom Bläserquartett Die Brässbande | 4-tett der Musikschule der Stadt Fulda. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung nahm schließlich das Hessentagspaar vor. Die Ausstellung ist direkt im Umfeld der Hessentagsstraße und einen Abstecher wert. Der Eintritt ist während des Hessentags kostenfrei. (Moritz Bindewald) +++
Weitere Bilder

Dr. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister der Stadt Fulda, begrüßte die…

Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom Bläserquartett Die Brässba…

Das Hessische Ministerium des Innern für Sicherheit und Heimatschutz h…


Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums Fulda, führte in die Auss…


Dr. Heiko Wingenfeld




Stadtpfarrer Stefan Buß





































Andreas Monz, Leiter der Zentralabteilung im Hessischen Ministerium de…






































































