Auch die Kirchen haben auf dem Hessentag wieder einiges zu bieten – dieses Jahr unter dem Leitspruch: "Im Herzen eins" | Fotos: O|N / Philipp Gerhard
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"Im Herzen Eins"
Kirchen mit klarer Botschaft und buntem Programm auf dem Hessentag
Der Dom wird als DAS Wahrzeichen Fuldas zum Hessentag nicht nur zur Bühne für viele spannende Musik-Acts, sondern vor allem auch zu einem Ort der Begegnung und der Gemeinschaft. Unter dem Motto "Im Herzen Eins" sind natürlich auch in diesem Jahr die Kirchen auf dem Hessentag vertreten und haben neben einer positiven Botschaft und den ökumenischen Gottesdiensten noch einige weitere Highlights mit im Gepäck.
Seit 1997 sind die Kirchen auf dem Hessentag präsent und oftmals stellt sich für viele Hessen vielleicht die Frage, wieso eben auch solche Institutionen so präsent auf dem Landesfest sind. Dabei sei das Kernanliegen des Hessentags und des Begründers, Georg August Zinn, "Das Leben gemeinsam gestalten" nahezu selbstverständlich auch ein großes Thema der Kirche. "Ich denke, wir folgen da einem biblischen Auftrag, der sagt: Geht hin zu den Menschen, wo sie sich bewegen, leben und feiern", betonte der evangelische Pfarrer Dieter Dersch aus Hettenhausen.
"Jetzt wird es bunt, jetzt kommt die Kirche"
Pfarrerin Imke Leipold
Pfarrer Dieter Dersch
Elena Otto, Pastoralreferentin beim Bistum Fulda
… mit diesen Worten kündigte der Moderator des Hessentagsumzugs in Fritzlar 2024 die Kirchenvertreter an. Damals hatten die Umzugsteilnehmer bunte Schirme im Gepäck. Dieter Dersch, der sich schon seit 2014 am Hessentag engagiert, stand der Teilnahme am Umzug immer wieder kritisch gegenüber: "Dieser Satz hat mich dann aber überzeugt und ich habe mir gedacht: Wow, so möchten wir im Fernsehen sein und wahrgenommen werden", so Dersch. Aus diesem Grund sind die Kirchen auch bei diesem Hessentag mit auffälligen Herz-Kostümen und einem Festwagen beteiligt.
Die Kirchen am Hessentag haben zudem auch eine ganz besondere Botschaft und passend dazu auch ein neues Logo, in dem sich der Leitspruch "Im Herzen Eins" widerspiegelt. "Gerade wo in der Gesellschaft auch oft Spaltung und Krise ein Thema sind, wollen wir einen Moment kreieren und nachhaltig etwas aufbauen, was verbindet, stärkt und uns Mut macht, gemeinsam weiterzugehen", erklärte Elena Otto, Pastoralreferentin beim Bistum Fulda, gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Dabei sei vor allem wichtig herauszustellen, dass das Logo nicht die unterschiedlichen Kirchen völlig gleichmachen möchte, sondern Schnittmengen aufzeigt, während jede Seite ihre Individualität beibehält.
Facettenreiches Programm für den Hessentag
"Im Herzen eins" das Motto der Kirchen auf dem Hessentag und darüber hinaus.
O|N konnte exklusive Einblicke in die Inszenierungen am Hessentag erhalten
Das offizielle Hessentags-Lied
Auf vier Standorte verteilt sind die Kirchen auf dem Hessentag vertreten: In der Stadtpfarrkirche St. Blasius, die zugleich auch die Hessentagskirche ist und die Severikirche, die als "Chill-out-Church" einen Ort zum Verweilen bietet. Aber auch mit der sogenannten "Segensgondel" am Hessentags-Riesenrad hat das Organisationsteam ein spannendes Konzept Realität werden lassen. "Jeder sehnt sich mal danach, die Welt von oben zu sehen. Deshalb wollen wir einen besonderen Segensmoment zwischen Himmel und Erde anbieten", erklärt Pfarrer Dersch. Auf der sogenannten Himmelsbühne wird ein vielfältiges kulturelles Programm geboten.
Ein besonderes Highlight wird der große Hessentagsgottesdienst auf dem Domplatz werden, hier werden bis zu 6.000 Besucher erwartet. Selbstverständlich handelt es sich dabei nicht um irgendeinen normalen Gottesdienst - die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt mit vielen tollen Acts, wie auch beispielsweise der Partyband "Mambo KingX", Schauspieler des Bonifatiusmusicals werden mitwirken. Auch ein Chor mit 120 Menschen wird auf der Bühne sein und mit 160 Posaunen wird es laut und musikalisch.
Starke Unterstützung durch Stadt und Ehrenamt
Unterstützt wird das Programm der Kirchen von 120 ehrenamtlichen Helfern, die zusätzlich zu den hunderten Ehrenamtlern der Stadt den Hessentag mitgestalten und unterstützen. Dabei sei es enorm wichtig, so eine motivierte und gutgelaunte Truppe bei sich zu haben, die bei den Projekten auf dem Landesfest aktiv mithilft. Zudem arbeiten die Kirchen eng mit der Stadt zusammen. "Ich möchte in diesem Jahr auch die besonders gute Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda hervorheben", betonte Pfarrer Dersch.
Die Vorfreude ist riesig!
Schon bald werden den Domplatz tausende Besucher füllen
Für die Kirchen am Hessentag steht eines fest: Sie freuen sich riesig auf die Veranstaltung und hoffen, dass sich insbesondere das neue Logo auch über die Grenzen des Hessentags hinaus als Zeichen für die Ökumene und den Zusammenhalt in der Gesellschaft etablieren kann. (Philipp Gerhard) +++
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