Die Vorfreude steigt immer weiter. In wenigen Monaten ist es so weit und der Hessentag 2026 wird in der Domstadt ausgetragen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Künstler werden eingeladen, ein Sicherheitskonzept aufgestellt und vieles mehr. Wichtig dabei ist natürlich auch immer ein Blick auf die Finanzen. Wer sich darum kümmert und dafür sorgt, dass Fulda am Ende mit dem Geld auskommt, ist Thomas Herbert.

Herbert im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

"Ich bin für Finanzen und Controlling verantwortlich - ich habe den Finanzrahmen mit erarbeitet und überwache nun, dass das Budget eingehalten wird"

Der Hessentag in der Domstadt wird von drei Experten organisiert. Jürgen Peter, der die Konzerte plant und die Künstler nach Fulda holt, Dominik Höhl, der die Kernmodule plant und festlegt und Thomas Herbert, der sich um die Finanzen kümmert. Ein starkes, dreiköpfiges Team und damit auch ein Hessentag-Planung-Novum. Doch für Thomas Herbert ist klar: "Eine solche Großveranstaltung kann nicht von drei Experten organisiert werden. Wir werden von einem sehr engagierten Team aus der Stadtverwaltung unterstützt, das auch noch stetig wächst." Der Hessentag ist für ihn eine Gemeinschaftsleistung.

"Unsere Planung orientiert sich stark an Erfahrungen anderer Hessentagsstädte sowie an Großveranstaltungen in Fulda selbst."


Sein ganz persönliches Highlight: "Der schönste Teil ist, überall dabei sein zu können - von Konzerten bis hin zu offiziellen Empfängen."
"Ich bin für Finanzen und Controlling verantwortlich - ich habe den Finanzrahmen mit erarbeitet und überwache nun, dass das Budget eingehalten wird", berichtet Herbert über seine Aufgaben rund um den Hessentag. Um Richtwerte bei der Planung zu haben, hat er sich auch mit anderen Städten ausgetauscht. "Unsere Planung orientiert sich stark an Erfahrungen anderer Hessentagsstädte sowie an Großveranstaltungen in Fulda selbst."
Sicherheit an erster Stelle
Insgesamt 11,78 Millionen Euro soll der Hessentag in Fulda kosten. 3,8 Millionen Euro sollen bei den Veranstaltungen aber auch wieder eingenommen werden. "Die größten Ausgabeposten sind Domplatz- und Nebenbühnenveranstaltungen mit rund 1,7 Millionen Euro sowie Sicherheit mit 1,4 Millionen und ÖPNV-Shuttle mit etwa 500.000 Euro", berichtet der 44-Jährige. Wie sich aus der Aufstellung der Kosten schon herauslesen lässt: Sicherheit ist in der heutigen Zeit ein enorm wichtiges Thema, an dem die Stadt nicht spart."Sicherheitskosten lassen sich schwer langfristig kalkulieren: kurzfristige Vorgaben oder neue Sicherheitsstandards können sehr teuer werden", erklärt er. "Wir haben über eine halbe Million Euro in Sicherheitsabsperrungen investiert - nicht nur für den Hessentag, sondern langfristig für Weihnachtsmarkt und Großevents." Dabei außerdem immer wichtig: "Externe Sicherheitsprofis prüfen bestehende Konzepte, damit wir nachhaltig planen und die Maßnahmen später weiter nutzen können." Diese sieht man auch aktuell schon auf dem Weihnachtsmarkt.
Langfristig positiv profitieren
Der Hessentag ist für die Stadt ein teures Unterfangen, keine Frage. Wie wieder Geld eingenommen und die Kosten gering gehalten werden können, damit beschäftigt sich Herbert natürlich auch. "Das Land Hessen beteiligt sich mit etwa zwei Millionen Euro, weitere 600.000 bis 700.000 Euro erwarten wir aus Sponsoring. Ein Großteil wird daher von der Stadt getragen. Sponsorenbeiträge sind aber ebenso entscheidend, um das Defizit zu senken." Die Stadt Fulda soll aber auch langfristig von den Events profitieren. Durch volle Hotels, zusätzliche Umsätze, Imagegewinn und langfristige Strahlkraft werde sie das auch, sind die Veranstalter überzeugt. So kommen die Gäste hoffentlich wieder und die Wirtschaft floriert in dieser Zeit ebenfalls sehr.Herbert stellt außerdem klar: "Mit rund 12 Millionen Euro wird Fulda einen vergleichsweise günstigen Hessentag realisieren - trotz hoher Sicherheitskosten. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, stehen die Chancen gut, dass wir im Budget bleiben." Eine detaillierte Planung, damit wenige, bestenfalls keine, ungeplanten Kosten anfallen, wurde schon vor Monaten erstellt. So musste geschaut werden, welche Bühnen und Veranstaltungen kostenlos sind und welche Geld einbringen sollen. Dazu gehören auch Punkte wie der Shuttleservice, der kostenlos sein wird.
Für Herbert ist das Projekt, die Finanzen zu verwalten, eine neue und spannende Aufgabe. "Der Hessentag ermöglicht mir, Kolleginnen und Kollegen endlich persönlich zu treffen - nicht nur telefonisch. Ich bin seit über 20 Jahre im Finanzwesen, jetzt kann ich aktiv gestalten und nicht nur Zahlen verwalten", berichtet er. Sein ganz persönliches Highlight: "Der schönste Teil ist, überall dabei sein zu können - von Konzerten bis hin zu offiziellen Empfängen." (Katharina Geppert) +++
Für Herbert ist das Projekt, die Finanzen zu verwalten, eine neue und spannende Aufgabe. "Der Hessentag ermöglicht mir, Kolleginnen und Kollegen endlich persönlich zu treffen - nicht nur telefonisch. Ich bin seit über 20 Jahre im Finanzwesen, jetzt kann ich aktiv gestalten und nicht nur Zahlen verwalten", berichtet er. Sein ganz persönliches Highlight: "Der schönste Teil ist, überall dabei sein zu können - von Konzerten bis hin zu offiziellen Empfängen." (Katharina Geppert) +++









